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[AJFM] Pressemitteilungen

Begonnen von Schappi, 25. März 2012, 12:34:06

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BjSch218

Werneuchen erfüllt Pflichtaufgabe souverän

Zeitung:Der Kreisliga-Kurier
Von Siggi Senfklecks

Anfängerliga Ost
Verein Suhl – SV Rot-Weiß Werneuchen 0:3 (0:1)

Suhl. Südliches Thüringen. Eingebettet am Südhang des Thüringer Waldes, im Tal der Flüsse Lauter und Hasel, staatlich anerkannter Erholungsort, traditionsreiche Waffenstadt und – ganz wichtig an diesem Samstag – Austragungsort eines Fußballspiels, bei dem Erholung vor allem für den Favoriten angesagt war. Umgeben von Bergen wie dem Großen Beerberg wirkte das Ganze ein bisschen so, als hätte man das Spielfeld liebevoll zwischen Wanderweg, Jagdhütte und Kaffeekränzchen platziert. Fußballidylle mit Höhenluft, nur leider ohne Höhenflug für den Gastgeber.

--Die Anreise – Vom Flusstal zum Favoritenmodus--

Die Reise des SV Rot-Weiß Werneuchen in den Thüringer Süden geriet bereits zur kleinen Bildungsreise. Der Mannschaftsbus rollte los, der Fahrer dozierte über Geografie (,,Da unten ist Suhl, größte Stadt im Thüringer Wald!"), während die Spieler versuchten, die Flüsse Lauter und Hasel voneinander zu unterscheiden. Spätestens beim Hinweis auf die Waffenherstellungstradition wurde kollektiv beschlossen, heute lieber mit scharfen Pässen als mit scharfen Waffen zu arbeiten.

Das Navi zeigte zwischenzeitlich Dinge an wie ,,Sie erreichen Ihr Ziel nach dem nächsten Berg". Welcher Berg? Keine Ahnung. Großer Beerberg? Kleiner Bierberg? Letzteres hätte vermutlich mehr Zustimmung gefunden. Ein kurzer Stopp, frische Waldluft, einmal tief durchatmen – staatlich anerkannter Erholungsort eben – und dann ging es geschniegelt und siegesgewiss weiter Richtung Sportplatz.

--Das Spiel – Überlegenheit mit Panorama--

Vor 80 zahlenden Zuschauern entwickelte sich ein Spiel, das so klar war wie die Sicht vom Beerberg bei gutem Wetter. Verein Suhl mühte sich redlich, aber Werneuchen war spielbestimmend, ballsicher und gedanklich immer einen Höhenmeter voraus.

27. Minute – 0:1 Zuk: Ein Treffer wie ein präziser Wanderstock – genau dahin, wo er hinmusste.

48. Minute – 0:2 Zuk: Wieder Zuk. Ohne Umwege, ohne Aussichtspunkt, direkt ins Ziel.

51. Minute – 0:3 Schied: Der finale Gipfelsturm. Danach war klar: Aussicht genießen, Spiel verwalten.


Der Favorit wurde seiner Rolle gerecht, behauptete Tabellenplatz 4 und ließ keinen Zweifel aufkommen, warum dieser Platz zum Aufstieg berechtigen würde.

--Rückreise – Vom Erholungsort zur Partyzone--

Nach dem Abpfiff wurde Suhl seiner Rolle als Erholungsort noch einmal gerecht – allerdings eher passiv, als der Werneuchener Bus mit Malle-Party-Hits Richtung Heimat rollte. Zwischen ,,Bier her!" und ,,Das war souverän!" verwandelte sich der rote Blitz in eine mobile Après-Ski-Hütte, nur ohne Ski und mit deutlich mehr Fußballschuhen.

Im Vereinsheim angekommen, floss das Bier schneller als die Hasel nach der Schneeschmelze. Malle-Musik, Gesang mit überschaubarer Textsicherheit und das zufriedene Gefühl, einen Pflichtsieg eingesackt zu haben.

--Ausblick – Der nächste Berg wartet--

Als Nächstes wartet ein echtes Highlight: Heimspiel gegen Gera, Tabellenplatz 2, vier Punkte vor Wernleuchen. Die Gäste kassierten an diesem Spieltag ein deftiges 0:6 gegen den Klassenprimus 1. FC Waldseite. Die Moral dort dürfte ähnlich zerklüftet sein wie das Thüringer Mittelgebirge.

Bis dahin gilt: Beine hoch, Bier kaltstellen, Musik an.

(BjSch218 / Sa., W34 S96)
" Am Spielstand wird sich nicht mehr viel ändern, es sei denn es schießt einer ein Tor."- Franz Beckenbauer :pallino:

BjSch218

Werneuchen wie im Rausch

Zeitung:Der Kreisliga-Kurier
Von Siggi Senfklecks

Werneuchen dreht auf – Sechs Tore, sechs Minuten Ekstase

Rot-Weiß feiert 6:2-Spektakel gegen Gera und meldet sich im Aufstiegsrennen eindrucksvoll zurück

Werneuchen. Wenn in der Anfängerliga Ost der Grill früher heiß ist als der Strafraum und 90 Zuschauer mehr Lärm machen als mancher Regionalligablock, dann ist klar: Es ist Spieltag in Werneuchen. Und was der SV Rot-Weiß Werneuchen am Samstagnachmittag gegen Gera ablieferte, war feinste Kreisliga-Unterhaltung mit allem, was dazugehört – Rückstand, Wendepunkt, Hattrick und anschließender Feiereskalation.

Dabei begann alles eher ungünstig für die Gastgeber. Bereits in der 5. Minute nutzte Gera eine kurze Sortierpause der Werneuchener Hintermannschaft zum 0:1. Doch Rot-Weiß zeigte sofort Moral: Zuk glich nur fünf Minuten später zum 1:1 aus (10.) – ein Tor wie aus dem Kreisliga-Lehrbuch, ohne Firlefanz, dafür mit Überzeugung. Kurz vor der Pause allerdings erneut Ernüchterung: Gera traf in der 42. Minute zum 1:2, der Pausentee wurde entsprechend schweigend eingenommen.

Was dann folgte, dürfte in Werneuchen noch lange Thema an der Seitenlinie bleiben. Schied eröffnete die zweite Halbzeit mit dem 2:2 (47.) – und legte direkt nach. In der 52. und 53. Minute traf er erneut und schnürte damit einen lupenreinen Hattrick innerhalb von sechs Minuten. Gera war in dieser Phase mehr Zuschauer als Gegner, Werneuchen im kollektiven Rausch.

Als Bayerschmidt in der 56. Minute das 5:2 nachlegte, war klar: Dieses Spiel kippt nicht mehr. Vier Tore innerhalb von neun Minuten nach der Pause entschieden die Partie endgültig. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Zoll, der in der 81. Minute zum 6:2 traf – Joker rein, Joker sticht, Feier an.

Nach dem Spiel: Boxen auf, Playlist an

Nach dem Abpfiff verlagerte sich das Geschehen schnell vom Rasen hinter den Platz. Aus der Musikbox dröhnten Malle-Hits, deutscher Schlager mischte sich mit Fußballfachsimpelei, und der Bierverbrauch näherte sich zweistelligen Kastenwerten. Tore wurden nacherzählt, der Hattrick von Schied mit wachsender Minutenanzahl ausgeschmückt, und spätestens bei ,,Schatzi, schenk mir ein Foto" war klar: Das hier ist kein Dorffest, das ist Kreisliga-Pflichtprogramm.

Ausblick

Sportlich bleibt festzuhalten: Rot-Weiß Werneuchen steht weiterhin auf Tabellenplatz vier, einem Aufstiegsrang. Noch fünf Spiele stehen aus – und mit Leistungen wie dieser darf sich Werneuchen durchaus zu den Favoriten zählen.

Oder wie es ein Zuschauer treffend formulierte, Bier in der Hand, Stimme schon leicht angeschlagen:
,,Wenn wir so weiterspielen, brauchen wir oben nur noch mitzusingen."

(BjSch218 / So., W35 S96)
" Am Spielstand wird sich nicht mehr viel ändern, es sei denn es schießt einer ein Tor."- Franz Beckenbauer :pallino:

Willi_1FCW

1.FC Waldseite Köpenick feiert Meisterschaft - 5 Spieltage vor Saisonende brechen alle Dämme


Zeitung: Sport Blöd
von Paolo Paparazzi und Schmitte Schmierfink

Was am 29. Spieltag in Köpenick geschah, lässt sich mit nüchternen Worten ungefähr so schlecht beschreiben wie ein Kater nach drei Tagen Dauerrausch. Der 1. FC Waldseite Köpenick empfing den Verein aus Hohenschönhausen – und schickte die ehemalige Stasi-Truppe mit einem 5:0 zurück in die sportliche Bedeutungslosigkeit. Ohne Blumen, ohne Beileidskarte, aber mit ordentlich nacktem Arsch ins Gesicht.

Schon nach wenigen Minuten war klar: Die Jungs von der Waldseite hatten mehr Bock als ein Biber auf Viagra. Hohenschönhausen dagegen wirkte, als hätte man ihnen vor dem Anpfiff Baldriantee, Schlaftabletten und einen VHS-Vortrag über Raumdeckung aus dem Jahr 1984 verabreicht. Köpenick spielte sich durch die Abwehr wie Durchfall durch eine Jugendherberge – hemmungslos, lautstark und ohne Rücksicht auf Verluste. Nach 9 Minuten stand es bereits 2:0 für die Köpenicker und der Stimmungspegel auf den Rängen stieg ins Unermessliche!

Tor eins: (7.) Cerny
Tor zwei: (9.) Tetzlaff
Tor drei: (24.) Wenczel
Tor vier: (62.) Tetzlaff
Tor fünf: (83.) Tetzlaff

Cerny, Wenczel und der zweite Treffer von Tetzlaff - allesamt Freistoßtore, die unhaltbar in den Winkel einschlugen!
Die Hohlköppe aus dem Gästeblock standen da wie bestellt und nicht abgeholt – und wurden Zeugen eines Abends, der ihnen vermutlich noch bei Klassentreffen und Therapiesitzungen begegnen wird. Köpenick dagegen? Ekstase. Rasender Jubel. Bierduschen, die selbst der Rasen noch Tage später ausnüchtern lassen müssen.

Mit nun 16 Punkten Vorsprung bei noch fünf ausstehenden Spielen ist es amtlich:
Köpenick ist Meister!
Und das ausgerechnet gegen den ewig verhassten Rivalen. Fußballromantik? Nein. Das war Fußball-Hardcore-Pornografie.

Vier Tage nach dem Spiel wird in Köpenick immer noch gefeiert. Das Stadion gleicht einem feuchten Traum aus Hopfen, Gesang und kollektivem Kontrollverlust. Die örtliche Brauerei ließ gleich zwei LKWs voller Bierfässer vorfahren – alles andere wäre fahrlässige Körperverletzung an der eigenen Fanbasis gewesen.

Aus Sicherheitsgründen – und vermutlich auch aus purer Schadenfreude – dürfen die Gäste den Gästeblock weiterhin nicht verlassen. Fünfter Abend in Folge dürfen sie nun das bunte Treiben auf den Rängen und dem heiligen Rasen bestaunen. Konfetti im Gesicht, Gesänge im Ohr, Niederlage im Herzen. Ein lebendiges Mahnmal dafür, was passiert, wenn man sich in Köpenick sportlich die Hose runterziehen lässt.

Fazit:
Köpenick im Ausnahmezustand.
Hohenschönhausen im Ausnahmezustand – allerdings therapeutisch.
Dieses Spiel geht in die Geschichtsbücher ein.
Und irgendwo zwischen Bierfass Nummer 37 und Gesang Nummer 842 ist endgültig klar geworden:

Der 1.FC Waldseite Köpenick ist erstmaliger Meister der Anfängerliga Ost!

(Willi_1FCW / Mi., W36 S96)
Saison 96 - Anfängerliga Ost
1. FC Waldseite Köpenick

"Dass wir keinen Zauberfußball spielen, das wissen wir  und deswegen machen wir das,
was wir können, und das haben wir gut gemacht" S.Baumgart:schal:

buengo

buengo auf Eis gelegt? Rätsel um Manager-Verschwinden bei RW


Zeitung: Der Kreisel-Kurier
Von Rudi Recherche
Mysteriöses Verschwinden erschüttert RW Niederkaltenkirchen
Manager buengo weg – EIS-Beamte unter Verdacht, Flötzi übernimmt

Niederkaltenkirchen – Wo ist buengo? Diese Frage beschäftigt seit Montag nicht nur den Fußballverein RW Niederkaltenkirchen, sondern auch Stammtische, Gartenzaun-Gespräche und mindestens drei WhatsApp-Gruppen.

Der Fußballmanager gilt seit dem frühen Montagmorgen als spurlos verschwunden. Zuletzt gesehen wurde er laut Zeugenaussagen auf dem Parkplatz des Vereinsheims, wo er mit ernster Miene eine Spezi trank. Seitdem: Funkstille. Handy aus. Terminkalender leer. Die legendäre Trainingsjacke hängt noch immer über seinem Bürostuhl.

Schnell machten Gerüchte die Runde – und wie es sich für Niederkaltenkirchen gehört, wurden diese innerhalb weniger Stunden zu handfesten ,,Fakten". Besonders hartnäckig hält sich die Theorie, buengo sei von EIS-Beamten entführt worden.
Angeblich soll ein dunkler Lieferwagen ohne Kennzeichen gesichtet worden sein, aus dem Männer mit Sonnenbrillen und Klemmbrettern stiegen. Ein Nachbar will gehört haben, wie jemand etwas von illegaler Einwanderung sagte.
Der Verein selbst gibt sich offiziell gelassen. In einer knappen Mitteilung heißt es: ,,Wir hoffen, dass Manager buengo wohlauf ist. Sollte er innerhalb der nächsten 48 Stunden nicht zurückkehren oder zumindest die Schlüssel abgeben, sehen wir uns gezwungen, personelle Konsequenzen zu ziehen." Diese Konsequenzen wurden schneller gezogen als gedacht.
Denn den vakanten Posten übernimmt ab sofort Flötzi, bislang zuständig für die Sanitäranlagen und moralische Instanz bei Auswärtsfahrten. Flötzi gilt als pragmatisch und hemdsärmlig. Bei seiner Vorstellung erklärte er: ,,It´s Flötztime, Baby!"
Die Fans zeigen sich erleichtert darüber, dass der Verein zeitnah einen geeigneten Ersatz gefunden hat.
Ob buengo jemals wieder auftaucht, bleibt offen. Sicher ist nur eines: Bei RW Niederkaltenkirchen geht der Spielbetrieb weiter – und Flötzi hat vorsorglich schon mal alle Lieferwagen vom Parkplatz verbannen lassen.

(Flötzi / Do., W36 S96)

dAb

Na dann verweilt die Mannschaft sicher mehr im Puff als auf dem Trainingsplatz. :effe:
AJFM:
Meister: 1, 5, 6, 7, 13, 16, 28, 32
Pokal: 23, 32
Supercup: 8, 14, 17, 20, 26

:joint: