Aufstieg
Moin & Morgen – Die Stimme des Nordens
Ausgabe Nordfriesland
Von unserer Sonderkorrespondentin Anne Amrum
Durchmarsch im Wattenmeer: SV Fredebüll ballert sich in die Oberliga!
Fredebüll. Halten Sie Ihre Deichschafe fest, liebe Leserinnen und Leser, denn der SV Fredebüll hat es schon wieder getan! Die Fußball-Jungs aus Nordfriesland feiern den zweiten Aufstieg in Folge und verabschieden sich mit einem historischen Paukenschlag aus der Verbandsliga Nord in Richtung Oberliga Nord/Ost.
Wer einen Blick auf die Abschlussbilanz dieser Saison wirft, reibt sich ungläubig die Augen – oder vermutet einen Systemfehler im Computer des Verbandes: 36 Spiele, 32 Siege, 1 einsames Unentschieden und nur 3 Niederlagen. Das macht astronomische 97 Punkte und ein Torverhältnis von 151:39. Ein Schnitt von über vier Toren pro Spiel! Dafür zeichnet sich vor allem ein kongeniales Sturm-Duo verantwortlich, das in jedem gegnerischen Strafraum für akute Schnappatmung sorgte: Frank Müllheimer sicherte sich mit sensationellen 63 Treffern die Torjägerkrone, dicht gefolgt von seinem Teamkollegen Nero Witte, der unfassbare 50-mal einnetzte. Gerüchten zufolge überlegen die gegnerischen Torwarte der Verbandsliga bereits, Schadensersatz wegen seelischer Grausamkeit zu beantragen.
Jägermeister, Schampus und ein glücklicher Manager
Nach dem Schlusspfiff gab es im Dorf kein Halten mehr. Die fette Aufstiegssause stieg standesgemäß in dem legendären Imbis ,,de Hidde Kist", wo Wirtin Antje alle Hände voll zu tun hatte, den unbändigen Durst der Meistermannschaft und ihrer Fans zu stillen. Die Stimmung? Absolut ausgelassen.
Ein Blick durch die rauchige, vom Schweiß des Triumphs geschwängerte Luft offenbarte herrliche Szenen: An Stehtisch 2 machten es sich Piet, Klaas und Knut gemütlich und ließen im Akkord Pils und Jägermeister schmecken. Etwas gediegener, aber nicht weniger feierwütig, ließen Onno von Rissen und Tony Luciano edlen Rotwein in ihre Kehlen gleiten. Ganz exklusiv gaben sich derweil Horst Pohlmann und Heiner Griepenstroh, die sich einige Gläser Champagner genehmigten – vermutlich, um den prickelnden Geschmack des Erfolgs auch stilvoll auf der Zunge zu spüren. Mittendrin im royalen Party-Trubel: Der überglückliche Manager Thies, der von einem Schulterklopfer zum nächsten taumelte und das Dauergrinsen wohl erst im nächsten Monat wieder ablegen kann.
Vom Tresen direkt in die Schwitzbude
Erst in den frühen, nebeligen Morgenstunden neigte sich das Gelage in ,,de Hidde Kist" dem Ende zu. Doch wer dachte, die Jungs würden sich nun brav ins Bett legen, kennt die nordfriesische Kondition schlecht. Zur Regeneration – oder eher zur kollektiven Restalkohol-Vernichtung – ging es schnurstracks in die Sauna der Wellness-Pension ,,Haus Meeresleuchten" von Inhaberin Happy.
Beim gemeinsamen Schwitzen kamen den Alkoholseligen dann die ganz großen Visionen. Inmitten von Aufguss-Dämpfen wurde wild darüber gesponnen, wie weit dieser SV Fredebüll mit seiner gefühlten Schleswig-Holstein-Auswahl wohl noch kommen würde. Nach zwei Aufstiegen in Folge ist die Regionalliga ja praktisch nur noch ein Katzensprung entfernt – und danach wartet vermutlich die Champions League. Real Madrid, zieht euch warm an: Die Fredebüller kommen, und sie haben Durst!
(thies / Sa., W40 S101)
Moin & Morgen – Die Stimme des Nordens
Ausgabe Nordfriesland
Von unserer Sonderkorrespondentin Anne Amrum
Durchmarsch im Wattenmeer: SV Fredebüll ballert sich in die Oberliga!
Fredebüll. Halten Sie Ihre Deichschafe fest, liebe Leserinnen und Leser, denn der SV Fredebüll hat es schon wieder getan! Die Fußball-Jungs aus Nordfriesland feiern den zweiten Aufstieg in Folge und verabschieden sich mit einem historischen Paukenschlag aus der Verbandsliga Nord in Richtung Oberliga Nord/Ost.
Wer einen Blick auf die Abschlussbilanz dieser Saison wirft, reibt sich ungläubig die Augen – oder vermutet einen Systemfehler im Computer des Verbandes: 36 Spiele, 32 Siege, 1 einsames Unentschieden und nur 3 Niederlagen. Das macht astronomische 97 Punkte und ein Torverhältnis von 151:39. Ein Schnitt von über vier Toren pro Spiel! Dafür zeichnet sich vor allem ein kongeniales Sturm-Duo verantwortlich, das in jedem gegnerischen Strafraum für akute Schnappatmung sorgte: Frank Müllheimer sicherte sich mit sensationellen 63 Treffern die Torjägerkrone, dicht gefolgt von seinem Teamkollegen Nero Witte, der unfassbare 50-mal einnetzte. Gerüchten zufolge überlegen die gegnerischen Torwarte der Verbandsliga bereits, Schadensersatz wegen seelischer Grausamkeit zu beantragen.
Jägermeister, Schampus und ein glücklicher Manager
Nach dem Schlusspfiff gab es im Dorf kein Halten mehr. Die fette Aufstiegssause stieg standesgemäß in dem legendären Imbis ,,de Hidde Kist", wo Wirtin Antje alle Hände voll zu tun hatte, den unbändigen Durst der Meistermannschaft und ihrer Fans zu stillen. Die Stimmung? Absolut ausgelassen.
Ein Blick durch die rauchige, vom Schweiß des Triumphs geschwängerte Luft offenbarte herrliche Szenen: An Stehtisch 2 machten es sich Piet, Klaas und Knut gemütlich und ließen im Akkord Pils und Jägermeister schmecken. Etwas gediegener, aber nicht weniger feierwütig, ließen Onno von Rissen und Tony Luciano edlen Rotwein in ihre Kehlen gleiten. Ganz exklusiv gaben sich derweil Horst Pohlmann und Heiner Griepenstroh, die sich einige Gläser Champagner genehmigten – vermutlich, um den prickelnden Geschmack des Erfolgs auch stilvoll auf der Zunge zu spüren. Mittendrin im royalen Party-Trubel: Der überglückliche Manager Thies, der von einem Schulterklopfer zum nächsten taumelte und das Dauergrinsen wohl erst im nächsten Monat wieder ablegen kann.
Vom Tresen direkt in die Schwitzbude
Erst in den frühen, nebeligen Morgenstunden neigte sich das Gelage in ,,de Hidde Kist" dem Ende zu. Doch wer dachte, die Jungs würden sich nun brav ins Bett legen, kennt die nordfriesische Kondition schlecht. Zur Regeneration – oder eher zur kollektiven Restalkohol-Vernichtung – ging es schnurstracks in die Sauna der Wellness-Pension ,,Haus Meeresleuchten" von Inhaberin Happy.
Beim gemeinsamen Schwitzen kamen den Alkoholseligen dann die ganz großen Visionen. Inmitten von Aufguss-Dämpfen wurde wild darüber gesponnen, wie weit dieser SV Fredebüll mit seiner gefühlten Schleswig-Holstein-Auswahl wohl noch kommen würde. Nach zwei Aufstiegen in Folge ist die Regionalliga ja praktisch nur noch ein Katzensprung entfernt – und danach wartet vermutlich die Champions League. Real Madrid, zieht euch warm an: Die Fredebüller kommen, und sie haben Durst!
(thies / Sa., W40 S101)
