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Benachrichtigungen - BjSch218

#1
Die Herren / [AJFM] Pressemitteilungen
06. Mai 2026, 10:15:33
Werneuchen gelingt der Durchmarsch

Zeitung: der Kreisliga-Kurier
von Siggi Senfklecks

Die Saison des SV Rot-Weiß Werneuchen liest sich wie ein kleines Fußballmärchen – allerdings eines mit sehr viel Einsatz, Teamgeist und einer ordentlichen Portion Dorfcharme.

Als Aufsteiger in die Oberliga Nord/Ost gestartet, war das Ziel eigentlich klar: erstmal ankommen, mithalten, nicht gleich wieder runter. Am Ende stand etwas, womit selbst die kühnsten Optimisten nur heimlich gerechnet hatten: Platz 1, ungeschlagen, mit 31 Siegen und 5 Unentschieden aus 36 Spielen, einem Torverhältnis von 154:63 und sagenhaften 98 Punkten.
Das Ganze garniert mit 18 Punkten Vorsprung auf den Dauerrivalen 1.FC Waldseite Köpenick.

Was dabei besonders auffiel: Die Mannschaft wirkte selten überheblich, sondern eher wie eine gut geölte Truppe, die einfach Spaß daran hatte, zusammen Fußball zu spielen – und dabei erstaunlich oft den Ball im Tor unterbrachte.

--Der kleine Makel: Pokal-Aus mit Lerneffekt--

Ganz ohne Wermutstropfen ging es dann aber doch nicht:
Im Halbfinale des Verbandspokals war Schluss – ausgerechnet gegen den Rivalen 1.FC Waldseite Köpenick.

Und hier zeigte sich: Pokal ist eben ein anderes Spiel. Während Werneuchen mit viel Tempo und Spielfreude kam, stellte der Gegner eine Truppe aus erfahrenen ,,alten Haudegen" dagegen – Spieler, die vermutlich schon Pokalspiele bestritten haben, als einige Werneuchener noch ihre Fußballschuhe nach Farben sortiert haben.

Am Ende war es weniger eine Frage von Können, sondern von Erfahrung, Cleverness und vielleicht auch ein bisschen Abgezocktheit. Eine Niederlage, die weh tat – aber auch eine, aus der man sicherlich lernen kann.

--Zwei Tage Ausnahmezustand: Venezia / Pinte--

Das letzte Kapitel der Saison begann übrigens auswärts – im niedersächsischen Cloppenburg. Dort gewann Werneuchen sein finales Spiel spektakulär mit 9:2 – ein Ergebnis, das schon auf dem Papier nach ,,Bus wird laut" schreit.

Und genau so kam es auch.

Die Party startete nämlich nicht erst im ,,Venezia / Pinte", sondern bereits auf der Heimfahrt:

- Die erste Kiste Bier hatte vermutlich weniger Spielzeit als mancher Einwechselspieler
- Die Playlist schwankte zwischen Kabinenhits, 90ern und ,,lief halt gerade"
- Irgendwann sang der ganze Bus – unabhängig davon, ob Textsicherheit vorhanden war oder nicht

Als der Bus schließlich in Werneuchen ankam, war die Mannschaft schon bestens ,,eingestimmt" auf das, was folgen sollte.

Schauplatz: das legendäre ,,Venezia / Pinte".
Dauer: zwei Tage (mit fließenden Übergängen zwischen Tag und Nacht).

Mit dabei:

- Spieler, die plötzlich als Tanzfläche mehr Kilometer machten als im Spiel
- Familienmitglieder, die eigentlich ,,nur kurz gratulieren" wollten
- Fans, die sicherheitshalber gleich ganz blieben
- und Dorfbewohner, die am Ende nicht mehr genau wussten, ob sie wegen Pizza oder wegen der Stimmung da waren

Irgendwann wurde gesungen, irgendwann wurde diskutiert, irgendwann wurde einfach nur noch gelacht. Eine Feier, die genau das widerspiegelte, was diese Saison ausgemacht hat: Zusammenhalt.

--Ausblick: Regionalliga – und weniger kreative Ausreden--

Jetzt geht es hoch in die Regionalliga Nord/Ost – und dort wird die Luft bekanntlich dünner.

Das weiß man auch in Werneuchen. Entsprechend wird intern schon gemunkelt, dass sich in der Vorbereitung ein paar Dinge ändern könnten:

- Trainingsbeteiligung wird... sagen wir mal... "verbindlicher"
- Klassische Absagen wie
- ,,Ich hab noch Hausaufgaben",
- ,,Oma hat Geburtstag"* (zum dritten Mal in der Woche),
  oder ,,Mein Hamster wirkt heute emotional distanziert"
  könnten künftig etwas kritischer hinterfragt werden

Denn gegen die neuen Gegner reicht Talent allein nicht mehr – da braucht es Fitness, Disziplin und wahrscheinlich auch den einen oder anderen zusätzlichen Dauerlauf.

--Und dann ist da ja noch...--

Natürlich wartet auch in der Regionalliga wieder der alte Bekannte: der 1.FC Waldseite Köpenick.

Dort hat man die Entwicklung in Werneuchen sehr genau beobachtet – und offenbar Konsequenzen gezogen. Auf dem Transfermarkt wurde bereits fleißig gearbeitet, die ein oder andere Verstärkung steht schon fest. Man will für die kommende Saison sichtbar besser aufgestellt sein.

Der Hintergrund ist klar: Abgesehen vom Pokalsieg lief es zuletzt in der Liga eher schleppend gegen Werneuchen – seit acht Spielen konnte Köpenick dort nicht mehr gewinnen. Eine Serie, die man aus Sicht des Rivalen natürlich nur zu gern beenden würde.

Es ist also angerichtet für die nächsten Kapitel dieser Rivalität – diesmal mit neuen Vorzeichen und frischem Personal auf beiden Seiten.

--Fazit (oder: Wie Werneuchen einfach Werneuchen blieb)--

Am Ende war diese Saison nicht nur eine sportliche Erfolgsgeschichte – sondern auch ein ziemlich gutes Beispiel dafür, wie Fußball auf dem Dorf funktioniert.

Hier wird nicht nur trainiert, gespielt und gewonnen – hier wird zusammen gelebt:

- Nach dem Spiel trifft man sich sowieso wieder – ob geplant oder ,,zufällig"
- Siege werden gefeiert, Unentschieden diskutiert und Niederlagen (gab's ja diesmal nicht) vermutlich auch irgendwie weggelacht
- Und irgendwo steht eigentlich immer jemand mit einem Bier in der Hand und einer Meinung zum Spiel

Der SV Rot-Weiß Werneuchen hat gezeigt, dass man mit Zusammenhalt, Spaß und einer gesunden Portion Fußballverrücktheit ziemlich weit kommen kann.

Oder, um es inoffiziell zusammenzufassen:
Erst Meister geworden, dann zwei Tage gefeiert – und jetzt langsam wieder nüchtern werden... schließlich wartet die Regionalliga.


(BjSch218 / Mi., W45 S98)
#2
Die Herren / [AJFM] Pressemitteilungen
18. April 2026, 21:41:52
Gegendarstellung des SV Rot-Weiß Werneuchen

Zu den jüngst kursierenden Aussagen des 1. FC Waldseite bezüglich angeblicher Vorkommnisse in unserer Kabine nehmen wir als Tabellenführer gelassen, aber nicht ganz ohne Schmunzeln Stellung.

Zunächst zur sportlichen Einordnung: Der SV Rot-Weiß Werneuchen steht mit 51 Punkten verdient auf Platz 1, während der 1. FC Waldseite mit 40 Punkten aktuell dabei ist, den Anschluss etwas aus den Augen zu verlieren. Auch die beiden bisherigen Saisonduelle konnten wir für uns entscheiden – möglicherweise ein Umstand, der den Blick auf alternative Erklärungsansätze begünstigt.

Die vom 1.FC Waldseite geschilderten ,,Beobachtungen" weisen wir entschieden zurück. Unsere Kabinen, Duschen und sanitären Anlagen werden regelmäßig gereinigt und entsprechen den üblichen Standards. Wer bei uns zu Gast ist, nimmt im Normalfall Punkteverluste und eine Kiste Bier für die Heimfahrt mit – aber keine unerwünschten Begleiter.

Allerdings erlaubt uns die Situation eine gewisse Einordnung: Der Kader des 1. FC Waldseite bringt zweifellos viel Erfahrung mit, was sich unter anderem in einem Durchschnittsalter jenseits der 30 widerspiegelt. Mit zunehmender Reife verändern sich bekanntlich nicht nur Spieltempo und Regenerationsdauer, sondern auch gewisse körperliche Gegebenheiten, einige Körperteile fangen einfach an tiefer zu hängen als mit Anfang 20. Diese können – insbesondere bei intensiver Nutzung von Kabinen, Duschen und sanitären Einrichtungen – durchaus zu unerwarteten Kontaktmomenten führen, die nicht zwangsläufig im Verantwortungsbereich des Gastgebers liegen.

In diesem Zusammenhang erscheint es zumindest nicht ausgeschlossen, dass die Ursachen näher im eigenen Wirkungskreis zu suchen sind als auf fremdem Terrain. Erfahrung ist im Fußball ein großer Vorteil – bringt aber gelegentlich auch Begleiterscheinungen mit sich, die sich nicht durch einen Auswärtsbesuch erklären lassen.

Wir verstehen, dass Rivalität Emotionen weckt, und begrüßen diese ausdrücklich. Dennoch sehen wir den geeigneteren Ort für Auseinandersetzungen weiterhin auf dem Spielfeld. Dort konnten wir bislang überzeugen – sowohl in direkten Duellen als auch in der Tabelle.

Abschließend halten wir fest: Der SV Rot-Weiß Werneuchen steht für saubere Bedingungen, klaren Fußball und eine eindeutige Tabellenlage. Wir empfehlen dem 1. FC Waldseite, den Fokus wieder stärker auf sportliche Leistungen zu legen – alles andere klärt sich erfahrungsgemäß von selbst.

Mit sportlichen Grüßen
Daniel Durstig
Pressesprecher
SV Rot-Weiß Werneuchen

(BjSch218 / Sa., W27 S98)
#3
Die Herren / [AJFM] Pressemitteilungen
23. März 2026, 15:31:45
Rot-Weiß Werneuchen startet in die Saisonvorbereitung

Zeitung: Der Kreisliga-Kurier
von Siggi Senfklecks

Mit Muskelkater, Maßband und Mallorca-Playlist – Rot-Weiß Werneuchen startet in die Oberliga-Vorbereitung

Werneuchen – Es geht wieder los. Die Fußballschuhe quietschen, die ersten Oberschenkel melden sich vorsorglich krank und irgendwo im Dorf wird bereits diskutiert, ob Bier nach dem Training eher Regeneration oder Tradition ist. Beim SV Rot-Weiß Werneuchen hat die Vorbereitung begonnen – und diesmal führt sie direkt ins Abenteuer Oberliga Nord/Ost.

Nach einer Saison mit 90 Punkten und einem Torverhältnis von +105 (im Dorf auch bekannt als ,,läuft bei uns") ist klar: Jetzt wird's ernst. Oder zumindest ernster. Also ein bisschen.

--Meisterfeier: Balkon? Haben wir nicht. Stimmung? Mehr als genug.--

Der Aufstieg wurde natürlich gebührend gefeiert. Da das Dorfrathaus keinen Balkon besitzt – was im Nachhinein als planerischer Fehler gewertet wird – verlagerte sich die Feier kurzerhand ins ,,Venezia/Pinte". Dort versammelten sich 90 bis 100 Fans, was für Werneuchen ungefähr einer Großdemonstration entspricht.

Es wurde gesungen, gelacht und analysiert. Vor allem letzteres – denn nichts wird im Fußball so intensiv aufgearbeitet wie ein Spiel, das man schon gewonnen hat. Irgendwann zwischen drittem Getränk und fünfter Wiederholung des ,,Meister!"-Rufs waren sich alle einig: Das war nicht nur verdient, das war fast schon unverschämt souverän.

Ein Spieler soll am Ende des Abends versucht haben, den Tresen als Ersatzbalkon zu nutzen. Ob erfolgreich, ist bis heute nicht ganz geklärt.

--Vorbereitung: Laufen, leiden und kreative Ausreden--

Jetzt aber wieder Alltag – beziehungsweise das, was man in Werneuchen darunter versteht. Bedeutet konkret: anstrengendes Konditionstraining. Viel davon. Sehr viel davon. So viel, dass einige Spieler bereits beim Aufwärmen nostalgisch an die Sommerpause zurückdenken.

Um die Motivation hochzuhalten, greift das Trainerteam tief in die Trickkiste – und gelegentlich auch in die Jugendabteilung: Es wird fangen gespielt, in verschiedenen Varianten, bei denen sich erstaunlich schnell herausstellt, dass selbst gestandene Männer plötzlich wieder taktisch klug um Bäume laufen können. Auch Einwürfe werden intensiv trainiert – stilecht wie im Kindertraining, inklusive der einen oder anderen Diskussion, ob der Ball jetzt wirklich hinter dem Kopf war oder eher so ,,halb".

Besonders legendär sind die Sonntagseinheiten: Lauftraining am Morgen – idealerweise direkt nach einem Dorffest am Samstagabend. Während einige Spieler versuchen, sich mit Sonnenbrille und Mineralwasser über die Strecke zu retten, wird anderen plötzlich bewusst, dass Ausdauer nicht nur eine Frage der Beine ist.

Nicht minder beeindruckend ist die Kreativität bei Trainingsabsagen: Muskelkater vom Training vor zwei Tagen, überraschend wichtige Geburtstage von Omas, die man ,,auf keinen Fall verpassen kann", oder bei den jüngeren Spielern plötzlich angesetzte, extrem wichtige Klassenarbeiten – meist genau dann, wenn Intervallläufe auf dem Plan stehen.

Trotz allem gilt: Wer da ist, wird fitter. Und wer nicht da ist, muss sich um die Getränkeversorgung beim nächsten Training kümmern.

--Auswärtsfahrten: Fußball trifft Bildungsreise--

Ein echtes Highlight der Vorbereitung: Alle Testspiele gegen höherklassige Mannschaften finden auswärts statt. Für die Spieler bedeutet das vor allem eines – Busfahren. Viel Busfahren.

Damit verbunden ist ein inoffizieller Bildungsauftrag: Deutsche Geografie wird neu entdeckt (,,Wie viele Orte gibt es eigentlich mit -hagen?"), und auch geschichtliche Fragen werden zumindest kurz angerissen – meist dann, wenn jemand googelt, wo man eigentlich gerade ist.

Die Hinfahrten sind geprägt von Konzentration, Musik und vereinzelten Nickerchen. Die Rückfahrten hingegen... nun ja. Sagen wir so: Die Mannschaft verarbeitet das Spielgeschehen auf ihre ganz eigene Art. Mit Partymusik, Gesprächen über verpasste Chancen (,,Den hätte ich normalerweise gemacht!") und der ein oder anderen Kaltgetränke-Analyse wächst das Team zusammen.

Dabei ist allen bewusst: Die Gegner sind stark, die Aufgaben anspruchsvoll – und genau deshalb sind diese Spiele wertvoll. Auch wenn die Anzeigetafel gelegentlich sehr ehrlich ist.

--Kader: Wer bleibt, wer geht – und wer kennt schon den Weg zum Training?--

Personell herrscht Bewegung: 11 Abgänge sind bereits fix, bis zu 6 weitere könnten folgen. Gleichzeitig stehen 7 Neuzugänge bereit, die nicht nur sportlich integriert werden sollen, sondern auch lernen müssen, wie das Leben in Werneuchen funktioniert.

Das beginnt bei einfachen Dingen wie ,,Wo ist der Trainingsplatz?" und endet bei komplexeren Fragen wie ,,Wer bringt was zum Grillabend mit?"

Gesucht werden außerdem noch 2–3 weitere Verstärkungen – idealerweise Spieler, die sowohl Oberliga-Niveau als auch Sitzfleisch für lange Busfahrten mitbringen.

--Teambuilding: Wenn aus Mitspielern Mittrinker... äh, Mitstreiter werden--

Natürlich wird auch neben dem Platz am Zusammenhalt gearbeitet. Geplant sind Mannschaftsabende, Ausflüge und alles, was dazugehört.

Ob Fahrradtouren mit unklarem Ziel, Grillabende mit klarer Getränkeverteilung oder Spieleabende, die überraschend laut werden – das Ziel ist immer dasselbe: ein Team zu formen, das sich versteht. Und zwar nicht nur taktisch.

Ein Spieler brachte es kürzlich treffend auf den Punkt: ,,Nach drei Trainingseinheiten kennst du die Laufwege. Nach drei gemeinsamen Abenden kennst du die Leute."

--Ziele: Hoch hinaus – mit Bodenhaftung--

Trotz aller Lockerheit sind die Ziele klar formuliert: eine starke Saison, möglichst weit im Verbandspokal kommen – und wer weiß, vielleicht auch wieder ganz oben angreifen.

Bis dahin gilt jedoch: laufen, lernen, lachen. Und vor allem zusammenwachsen – auf dem Platz, im Bus und gelegentlich auch am Tresen.

Denn eines ist sicher: Beim SV Rot-Weiß Werneuchen wird die Vorbereitung zwar anstrengend, aber garantiert nicht langweilig.


(BjSch218 / Fr., W1 S98)
#4
Die Herren / [AJFM] Pressemitteilungen
18. Januar 2026, 23:26:09
Werneuchen wie im Rausch

Zeitung:Der Kreisliga-Kurier
Von Siggi Senfklecks

Werneuchen dreht auf – Sechs Tore, sechs Minuten Ekstase

Rot-Weiß feiert 6:2-Spektakel gegen Gera und meldet sich im Aufstiegsrennen eindrucksvoll zurück

Werneuchen. Wenn in der Anfängerliga Ost der Grill früher heiß ist als der Strafraum und 90 Zuschauer mehr Lärm machen als mancher Regionalligablock, dann ist klar: Es ist Spieltag in Werneuchen. Und was der SV Rot-Weiß Werneuchen am Samstagnachmittag gegen Gera ablieferte, war feinste Kreisliga-Unterhaltung mit allem, was dazugehört – Rückstand, Wendepunkt, Hattrick und anschließender Feiereskalation.

Dabei begann alles eher ungünstig für die Gastgeber. Bereits in der 5. Minute nutzte Gera eine kurze Sortierpause der Werneuchener Hintermannschaft zum 0:1. Doch Rot-Weiß zeigte sofort Moral: Zuk glich nur fünf Minuten später zum 1:1 aus (10.) – ein Tor wie aus dem Kreisliga-Lehrbuch, ohne Firlefanz, dafür mit Überzeugung. Kurz vor der Pause allerdings erneut Ernüchterung: Gera traf in der 42. Minute zum 1:2, der Pausentee wurde entsprechend schweigend eingenommen.

Was dann folgte, dürfte in Werneuchen noch lange Thema an der Seitenlinie bleiben. Schied eröffnete die zweite Halbzeit mit dem 2:2 (47.) – und legte direkt nach. In der 52. und 53. Minute traf er erneut und schnürte damit einen lupenreinen Hattrick innerhalb von sechs Minuten. Gera war in dieser Phase mehr Zuschauer als Gegner, Werneuchen im kollektiven Rausch.

Als Bayerschmidt in der 56. Minute das 5:2 nachlegte, war klar: Dieses Spiel kippt nicht mehr. Vier Tore innerhalb von neun Minuten nach der Pause entschieden die Partie endgültig. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Zoll, der in der 81. Minute zum 6:2 traf – Joker rein, Joker sticht, Feier an.

Nach dem Spiel: Boxen auf, Playlist an

Nach dem Abpfiff verlagerte sich das Geschehen schnell vom Rasen hinter den Platz. Aus der Musikbox dröhnten Malle-Hits, deutscher Schlager mischte sich mit Fußballfachsimpelei, und der Bierverbrauch näherte sich zweistelligen Kastenwerten. Tore wurden nacherzählt, der Hattrick von Schied mit wachsender Minutenanzahl ausgeschmückt, und spätestens bei ,,Schatzi, schenk mir ein Foto" war klar: Das hier ist kein Dorffest, das ist Kreisliga-Pflichtprogramm.

Ausblick

Sportlich bleibt festzuhalten: Rot-Weiß Werneuchen steht weiterhin auf Tabellenplatz vier, einem Aufstiegsrang. Noch fünf Spiele stehen aus – und mit Leistungen wie dieser darf sich Werneuchen durchaus zu den Favoriten zählen.

Oder wie es ein Zuschauer treffend formulierte, Bier in der Hand, Stimme schon leicht angeschlagen:
,,Wenn wir so weiterspielen, brauchen wir oben nur noch mitzusingen."

(BjSch218 / So., W35 S96)
#5
Die Herren / [AJFM] Pressemitteilungen
17. Januar 2026, 21:57:54
Werneuchen erfüllt Pflichtaufgabe souverän

Zeitung:Der Kreisliga-Kurier
Von Siggi Senfklecks

Anfängerliga Ost
Verein Suhl – SV Rot-Weiß Werneuchen 0:3 (0:1)

Suhl. Südliches Thüringen. Eingebettet am Südhang des Thüringer Waldes, im Tal der Flüsse Lauter und Hasel, staatlich anerkannter Erholungsort, traditionsreiche Waffenstadt und – ganz wichtig an diesem Samstag – Austragungsort eines Fußballspiels, bei dem Erholung vor allem für den Favoriten angesagt war. Umgeben von Bergen wie dem Großen Beerberg wirkte das Ganze ein bisschen so, als hätte man das Spielfeld liebevoll zwischen Wanderweg, Jagdhütte und Kaffeekränzchen platziert. Fußballidylle mit Höhenluft, nur leider ohne Höhenflug für den Gastgeber.

--Die Anreise – Vom Flusstal zum Favoritenmodus--

Die Reise des SV Rot-Weiß Werneuchen in den Thüringer Süden geriet bereits zur kleinen Bildungsreise. Der Mannschaftsbus rollte los, der Fahrer dozierte über Geografie (,,Da unten ist Suhl, größte Stadt im Thüringer Wald!"), während die Spieler versuchten, die Flüsse Lauter und Hasel voneinander zu unterscheiden. Spätestens beim Hinweis auf die Waffenherstellungstradition wurde kollektiv beschlossen, heute lieber mit scharfen Pässen als mit scharfen Waffen zu arbeiten.

Das Navi zeigte zwischenzeitlich Dinge an wie ,,Sie erreichen Ihr Ziel nach dem nächsten Berg". Welcher Berg? Keine Ahnung. Großer Beerberg? Kleiner Bierberg? Letzteres hätte vermutlich mehr Zustimmung gefunden. Ein kurzer Stopp, frische Waldluft, einmal tief durchatmen – staatlich anerkannter Erholungsort eben – und dann ging es geschniegelt und siegesgewiss weiter Richtung Sportplatz.

--Das Spiel – Überlegenheit mit Panorama--

Vor 80 zahlenden Zuschauern entwickelte sich ein Spiel, das so klar war wie die Sicht vom Beerberg bei gutem Wetter. Verein Suhl mühte sich redlich, aber Werneuchen war spielbestimmend, ballsicher und gedanklich immer einen Höhenmeter voraus.

27. Minute – 0:1 Zuk: Ein Treffer wie ein präziser Wanderstock – genau dahin, wo er hinmusste.

48. Minute – 0:2 Zuk: Wieder Zuk. Ohne Umwege, ohne Aussichtspunkt, direkt ins Ziel.

51. Minute – 0:3 Schied: Der finale Gipfelsturm. Danach war klar: Aussicht genießen, Spiel verwalten.


Der Favorit wurde seiner Rolle gerecht, behauptete Tabellenplatz 4 und ließ keinen Zweifel aufkommen, warum dieser Platz zum Aufstieg berechtigen würde.

--Rückreise – Vom Erholungsort zur Partyzone--

Nach dem Abpfiff wurde Suhl seiner Rolle als Erholungsort noch einmal gerecht – allerdings eher passiv, als der Werneuchener Bus mit Malle-Party-Hits Richtung Heimat rollte. Zwischen ,,Bier her!" und ,,Das war souverän!" verwandelte sich der rote Blitz in eine mobile Après-Ski-Hütte, nur ohne Ski und mit deutlich mehr Fußballschuhen.

Im Vereinsheim angekommen, floss das Bier schneller als die Hasel nach der Schneeschmelze. Malle-Musik, Gesang mit überschaubarer Textsicherheit und das zufriedene Gefühl, einen Pflichtsieg eingesackt zu haben.

--Ausblick – Der nächste Berg wartet--

Als Nächstes wartet ein echtes Highlight: Heimspiel gegen Gera, Tabellenplatz 2, vier Punkte vor Wernleuchen. Die Gäste kassierten an diesem Spieltag ein deftiges 0:6 gegen den Klassenprimus 1. FC Waldseite. Die Moral dort dürfte ähnlich zerklüftet sein wie das Thüringer Mittelgebirge.

Bis dahin gilt: Beine hoch, Bier kaltstellen, Musik an.

(BjSch218 / Sa., W34 S96)
#6
Die Herren / [AJFM] Pressemitteilungen
16. Januar 2026, 21:04:53
Werneuchen mit viel Dusel

Zeitung:Der Kreisliga-Kurier
Von Siggi Senfklecks

Was war das bitte wieder für ein Fußballnachmittag auf dem leicht holprigen, aber traditionsreichen Rasen von SV Rot-Weiß Werneuchen? 113 zahlende Zuschauer sahen ein Heimspiel gegen den Tabellenneunten Prenzlauer Berg, das alles bot: Tore, Patzer, Diskussionen über Abseits und am Ende sehr viel Bier.

Vor dem Spiel: Optimismus und Bockwurst

Schon vor Anpfiff war die Stimmung gut. Der Platzsprecher verlas die Aufstellung mit der Betonung eines Stadionsprechers aus der Champions League, obwohl der Lautsprecher klang, als hätte er schon den Mauerfall miterlebt. Tabellenplatz 6 gegen Tabellenplatz 9 – auf dem Papier eine spannende Sache. Auf dem Platz... nun ja, auch.

Erste Halbzeit: Durchwachsen mit Überraschung

Werneuchen begann engagiert, aber wie so oft fehlte die letzte Präzision. In der 37. Minute dann der Dämpfer: 0:1 für Prenzlauer Berg, nachdem die Werneuchener Abwehr kollektiv dachte, der Gegner wolle nur höflich vorbeilaufen.
Kurz vor der Pause dann Erlösung: Neuzugang Ascher – erst seit zwei Wochen im Verein, aber schon voll integriert – traf in der 45. Minute zum 1:1. Halbzeit, Applaus, und an der Bierbude wurde diskutiert, ob das wirklich ein Abwehrfehler oder doch ,,höhere Gewalt" war.

Zweite Halbzeit: Tore im Minutentakt und Nervenflattern

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel... sagen wir: abwechslungsreich. In der 65. Minute erneut die Führung für Prenzlauer Berg (1:2), was auf der Tribüne zu spontanen taktischen Analysen von Menschen führte, die selbst seit 20 Jahren keinen Ball mehr getreten hatten.
Doch Werneuchen kam zurück: Stegmüller traf in der 72. Minute zum 2:2 – ein Tor, das so bejubelt wurde, als wäre es das entscheidende zum Aufstieg.

Die Freude hielt nicht lange. In der 86. Minute das 2:3, Stille im Rund, nur unterbrochen vom Geräusch eines umkippenden Bierbechers. Aber Werneuchen wäre nicht Werneuchen ohne Drama: Günther glich in der 88. Minute zum 3:3 aus. Ekstase, Umarmungen, und ein Zuschauer behauptete später steif und fest, er habe ,,schon immer an Günther geglaubt".

Tabellenrechner raus!

Trotz des Unentschiedens und dank der Patzer der Konkurrenz – Fürstenwalde (Platz 4) und Magdeburg (Platz 5) – schob sich Werneuchen tatsächlich auf Platz 4 vor. Besseres Torverhältnis, Aufstiegsplatz! Die Tabelle wurde an diesem Abend öfter studiert als der Bierdeckel.

Nach dem Spiel: Party mit Leistungsansage

Nach Abpfiff verlagerte sich das Geschehen schnell ins Vereinsheim. Bier floss in Strömen, die Musik wurde lauter, und irgendwo versprach ein Spieler hoch und heilig, ,,nächste Woche besser zu spielen".

So schön der neue Tabellenplatz auch ist: Wenn Werneuchen diesen Aufstiegsrang behaupten will, braucht es in den kommenden Spielen definitiv eine Leistungssteigerung – weniger Slapstick in der Abwehr, mehr Konsequenz nach vorne.

Aber für diesen Abend gilt: Punkt geholt, Platz 4 erobert, Bier kaltgestellt. Und wie man beim Kreisliga-Kurier sagt: Nächsten Samstag ist wieder alles möglich.

(BjSch218 / Sa., W33 S96)
#7
Die Herren / [AJFM] Pressemitteilungen
16. Januar 2026, 15:19:44
Werneuchen meldet sich eindrucksvoll im Aufstiegskampf zurück

Zeitung: Der Kreisliga-Kurier
Von Siggi Senfklecks

Meuselwitz – Rot-Weiß Werneuchen 0:6 (0:3)

Liebe Leserinnen und Leser,
zunächst eine Erklärung in eigener Sache – ja, wir leben noch. Wochenlang herrschte Funkstille im Kreisliga-Kurier, keine Spielberichte, keine Tabellenkommentare, nicht einmal eine schlecht gelaunte Randnotiz. Grund dafür war kein Redaktionsstreik, kein geheimer Relaunch und auch keine kreative Pause.

Nein.
Unsere Redaktion wurde von einem hartnäckigen Computervirus lahmgelegt, der – nach aktuellem Ermittlungsstand – sehr wahrscheinlich auf einen Praktikanten zurückzuführen ist, der meinte, dienstliche Rechner seien der ideale Ort, um sich im Internet ,,Erwachsenenfilme mit fragwürdiger Dateiendung" herunterzuladen. Das Ergebnis: Schwarze Bildschirme, rauchende Rechner und eine IT-Abteilung, die bis heute nicht darüber sprechen möchte.

Aber gut. Rechner laufen wieder. Praktikant ist weg. Fußball auch wieder da.
Und was für einer.

-Werneuchen meldet sich eindrucksvoll zurück-
Vielleicht passte es ins Gesamtbild dieses chaotischen Winters: Auch Rot-Weiß Werneuchen legte nach wilden, unbeständigen Wochen einen Auftritt hin, bei dem man sich fragte, ob die Mannschaft ebenfalls angestauten Redaktionsfrust abbauen wollte.
Als Tabellen-7. reiste Werneuchen nach Meuselwitz (Platz 6) – und machte von der ersten Minute an klar, dass diese Reihenfolge nicht lange Bestand haben würde. Die Gäste spielten schnörkellos, zielstrebig und mit einer Konsequenz, die man in der Anfängerliga Ost nicht jede Woche sieht.

-Werneuchen dreht früh am Ergebnis-
Bereits in der 14. Minute klingelte es erstmals:
0:1 – Zoll.
Trocken, überlegt, keinerlei Rückfragen.
Nur drei Minuten später folgte der nächste Nackenschlag für die Hausherren:
17. Minute, 0:2 – Bayerschmidt.
Meuselwitz noch im Sortieren, Werneuchen schon im Feiern.

-Nach der Pause: Werneuchen kennt kein Erbarmen-
Wer glaubte, zur Halbzeit könne sich das Blatt wenden, wurde eines Besseren belehrt – und zwar schnell.
50. Minute: 0:3 – erneut Zoll
Doppelpack, Ordnung hergestellt.
52. Minute: 0:4 – Zuk
Ein Name wie ein Verkehrsmittel(nur anders geschrieben)das heute nur eine Richtung kannte.
63. Minute: 0:5 – Günther
Spätestens hier begann selbst der optimistischste Meuselwitzer, innerlich abzuwinken.
90. Minute: 0:6 – Schied
Der Schlusspunkt. Passend. Endgültig.
Der Tabellenplatztausch war damit amtlich, unterschrieben und mit sechs Toren beglaubigt.

-Tabellenlage & Fernblick-
Werneuchen übernimmt Platz 6 und hält Anschluss an die Aufstiegsplätze, während der Ligaprimus 1. FC Waldseite weiterhin Bayern-like vorneweg marschiert, als hätte man ihm versehentlich einen Vorsprung aus der Vorsaison gutgeschrieben. Dahinter aber wird es eng – und Werneuchen ist mittendrin.

-Rückreise mit Nebenwirkungen-
Wie mir aus zuverlässiger Quelle im Mannschaftsbus berichtet wurde, entwickelte sich die Rückfahrt nach Werneuchen zu einer rollenden Mischung aus Partymusik, Gesangseinlagen ohne Tonlage und einem Bierkonsum, der deutlich schneller war als jede taktische Analyse.
Zwischen Schlagern, 90er-Hits und der immer wieder aufkommenden Diskussion, ,,ob das jetzt schon Aufstiegsreife ist", musste der Busfahrer mindestens zweimal darauf hinweisen, dass Klatschen im Takt zwar erlaubt, Tanzen im Gang aber nicht verkehrssicher sei.

Fazit der Rückreise: Stimmung top, Getränkekiste leer, Tabellenplatz getauscht.

-Schlusswort-
Ein souveräner Sieg, eine klare Ansage an die Liga und ein Spiel, das zeigt:
Wenn bei Rot-Weiß Werneuchen alles läuft – dann läuft es richtig.
Und beim Kreisliga-Kurier hoffentlich auch.
Zumindest, solange niemand wieder Downloads startet.

(BjSch218 / Fr., W33 S96)
#8
Die Herren / [AJFM] Pressemitteilungen
25. Dezember 2025, 13:41:50
Werneuchen lernt in Erlangen

Zeitung:Der Kreisliga-Kurier
Von Siggi Senfklecks

Testspiel
Sportfreunde Erlangen (3. Liga) – SV Rot-Weiß Werneuchen (7. Liga) 3:1 (1:0)
Zuschauer: 1.275 im charmanten Suzie-Q-Stadion – und Werneuchen brachte nicht nur Fußball, sondern auch wieder reichlich Geschichten mit.


--Anreise – Organisation, Richtung... und Humor--

Die Anreise begann wie so oft mit Optimismus, einem mittelstarken Plan – und spontaner Improvisationsbereitschaft.
Der Busfahrer fragte vor Abfahrt:
,,Wollt ihr über Autobahn oder Landstraße?"
Zwischendrin wurde festgestellt:

dass mindestens drei Spieler nie wissen, wo Erlangen liegt

dass die Playlist des Busfahrers jünger ist als der Teammanager

und dass das Navi zweimal ,,Neuberechnung" sagen musste, bevor alle daran glaubten, dass es wirklich richtig ist

Kurz vor dem Stadion entstand dann die wichtigste Diskussion: ,,Zuerst Kabine oder zuerst Klo?"
Das Team entschied pragmatisch.
Und damit war der Tag offiziell eröffnet.


--Erste Halbzeit – Erlangen routiniert, Werneuchen ordentlich--

Die Sportfreunde spielten von Beginn an strukturiert, ruhig, abgeklärt.
Werneuchen hielt dagegen – nicht spektakulär, aber solide.

31. Minute – 1:0 Erlangen.
Gut rausgespielt, sauber abgeschlossen – das nennt man: völlig verdient.

Danach blieb es kontrolliert. Erlangen mit Qualität, Werneuchen mit Einsatz – soweit im Plan für ein Testspiel dieser Gewichtsklassen.


--Halbzeit – sachlich, humorvoll, weiter geht's--

In der Kabine gab's:

ehrliche Analyse

vernünftige Worte

und mindestens drei Sprüche, die man auf T-Shirts drucken könnte


Wichtigste Erkenntnis: Hier kann man was mitnehmen – außer Gegentoren.


--Zweite Halbzeit – Werneuchen meldet sich--

Und tatsächlich:
56. Minute – 1:1! Adreuk!
Schön gemacht, clever abgeschlossen – und kurz hörte man echtes Staunen im Stadion.

Dann zeigte Erlangen, warum sie drei Ligen höher spielen:

68. Minute – 2:1.
Klinisch.

Werneuchen versuchte weiter – ordentlich, mutig, aber ohne ganz große Durchschlagskraft.

89. Minute – 3:1.
Der Schlusspunkt. Ergebnis realistisch, Stimmung trotzdem nicht schlecht.


--Kurioses & Lustiges rund ums Spiel--

Dieses Spiel wird in der Werneuchener Kabine noch lange zitiert werden:

Schon vor dem Spiel verkündete ein Spieler überzeugt:
,,Heute sind wir cleverer als sonst!"
Antwort aus der Ecke:
,,Dann sind wir ja fast gefährlich."

In der Trinkpause fragte der Trainer: ,,Seid ihr noch fit?"
Antwort: ,,Ja... also wir sind physisch anwesend."

Nach einem Pass ins Nichts kommentierte der Spieler selbst:
,,Das war kreativ gedacht – technisch... interpretierbar."

Ein Verteidiger haute einen Ball kompromisslos ins Nirgendwo.
Kommentar von der Bank:
,,Das war sicher. Sehr sicher."

Einer wollte beim Wechsel wissen:
,,Trainer, was soll ich bringen?"
Trainer trocken: ,,Ordnung."
Spieler brachte: Begeisterung.

Kurz nach dem 3:1 hörte man auf der Bank:
,,Jetzt machen wir den berühmten späten Doppelschlag."
Tat natürlich niemand.
Aber die Idee war schön.

Und das Schöne: Am Ende lachte jeder. Und keiner über den anderen – sondern miteinander.


--Nach dem Spiel – Handschlag statt Drama--

Erlangen: zufrieden, respektvoll.
Werneuchen: realistisch, nicht beleidigt, eher sportlich erfreut über viele ordentliche Phasen.

Alle bekamen Einsatzzeit, die spielerischen Elemente sahen zeitweise gut aus – Ziel erreicht.


--Heimreise – von ,,Analysefahrt" zu ,,Partybus"--

Die Rückfahrt war lang.
Sehr lang.
Also entwickelte sie sich logisch:

erst ruhige Stimmen

dann Getränk öffnen

dann zweites Getränk öffnen

dann Musik lauter

dann Kabinenhumor in Busform

Zwischendrin fragte jemand ernst:
 ,,Sind wir noch im Lernmodus oder schon im Feiermodus?"
Die Antwort war eindeutig musikalisch und sehr laut.

Irgendwann kannte jeder den Refrain von mindestens fünf Liedern auswendig
und keiner mehr die genauen Spielminuten der Gegentore.


--Fazit--

Sportfreunde Erlangen: stärker, abgezockter, verdienter Sieger.
SV Rot-Weiß Werneuchen: ordentlich, lernbereit, mit Humor und Charakter – und wieder ein Stück weiter.

Kein Märchen, kein Drama –
ein gutes Fußballkapitel.

Und eins, das in der Kabine noch lange Stoff liefert.

(BjSch218 / Do., W11 S96)
#9
Die Herren / [AJFM] Pressemitteilungen
25. Dezember 2025, 13:22:49
Erster überzeugender Auftritt der Saison

Zeitung:Der Kreisliga-Kurier
Von Siggi Senfklecks

Anfängerliga Ost – 4. Spieltag
SV Rot-Weiß Werneuchen – Magdeburg 3:1 (3:1)
Zuschauer: 94 in der ehrwürdigen AlkiArena – und alle bekamen endlich das, worauf sie gewartet hatten: Fußball, der nicht nur kämpft, sondern diesmal sogar richtig gut aussieht.


--Vor dem Spiel – leichte Skepsis, viel Hoffnung--

Werneuchen war bisher mehr Abteilung ,,nett bemüht" als ,,brutal überzeugend".
Doch diesmal lag etwas in der Luft. Vielleicht Spannung. Vielleicht die Fritteusendämpfe vom Imbiss. Jedenfalls war man heiß – nicht nur auf Bier, sondern auch auf Punkte.

--Werneuchen zündet – und wie!--

Schon nach wenigen Minuten wurde klar: Heute hat Rot-Weiß tatsächlich vor, richtig Fußball zu spielen.
Pässe kamen an, Laufwege existierten – und niemand schaute völlig irritiert, wenn der Ball zu ihm kam. Fortschritt pur.

14. Minute – 1:0 Adreuk!
Ein schöner Angriff, sauber abgeschlossen. Jubel in Werneuchen. Es roch nach mehr.
Kurz danach leider der Dämpfer:

26. Minute – 1:1.
Magdeburg mit Ausgleich. Man hätte kurz nervös werden können... doch diesmal nicht.

33. Minute – 2:1 Günther!
Eiskalt. Abgezockt. So souverän, dass selbst der Vereinsvorstand kurz die Stirn runzeln musste:
,,Moment... sind das wirklich unsere?"

Und als Bonus kurz vor der Pause:

44. Minute – 3:1 Falk!
Die AlkiArena explodiert (auf 7.-Liga-Niveau, aber immerhin).
Halbzeit. Standing Ovations.
Zwei Fans bestellten vor lauter Euphorie tatsächlich alkoholfreies Bier – aus Versehen.


--Zweite Halbzeit – Haltung bewiesen--

Werneuchen verteidigte klug, stand stabil und ließ kaum was zu.
Magdeburg versuchte, Werneuchen blieb nervenstark – man merkte plötzlich:
Diese Mannschaft kann's doch!


--Der kleine Wermutstropfen--

Natürlich musste Werneuchen auch das Drama bedienen – zwei Verletzungen:

Geldorf erwischte es – angeblich wegen Übermotivation in den Beinen kombiniert mit Realität im Gegnerkontakt.
Diagnose von der Bank: ,,N bisschen was gezerrt, aber Humor intakt."

Andersch ebenfalls angeschlagen – er erklärte später:
,,Ich wollte nur mal gucken, wie bequem die Massagebank ist."
Ergebnis: bequem. Gute Besserung!



--Kuriose & lustige Momente--

Ein Fan rief nach dem 2:1 stolz: ,,Jetzt sind wir wieder Aufstiegskandidat!" – sein Sitznachbar antwortete: ,,Wir waren doch nie weg, wir haben nur geschlafen."

Der Stadionsprecher kündigte das 3:1 so euphorisch an, dass selbst eine Oma aus Reihe drei kurz dachte, Werneuchen hätte gerade die Champions League gewonnen.

Ein Magdeburger reklamierte lautstark, bekam aber von einem Werneuchener Spieler den liebevollen Hinweis:
,,Selbst wenn's stimmt – heute gehört das Spiel uns."


--Nach dem Spiel – Dorfidylle in Bestform--

Und weil wir hier nicht in der Champions League sind, sondern in Werneuchen, endet so ein Sieg natürlich nicht mit Profi-Interviews –
sondern mit Geburtstag bei Omas Gartenparty eines Spielers.

Nach Abpfiff ging es quasi geschlossen weiter zu:

Bockwurst

Kartoffelsalat

Kaltgetränken (zahlreicher Kategorie)

und Malle-Hits auf Dorfdisko-Lautstärke


Oma wurde gefeiert.
Die Mannschaft wurde gefeiert.
Irgendwann sangen alle, irgendwer tanzte, und einer meinte tiefsinnig:

 ,,So fühlt sich Aufstieg an. Zumindest nach drei Bier."


--Fazit--

Werneuchen endlich stark.
Verdienter Sieg.
Spielerisch überzeugend.
Humor vorhanden.
Party gesichert.

Und das Wichtigste:
Anschluss an die Aufstiegsplätze gehalten.
Es darf wieder geträumt werden – mit einem Augenzwinkern... und einer Flasche Bier in der Hand.

(BjSch218 / Do., W11 S96)
#10
Die Herren / [AJFM] Pressemitteilungen
24. Dezember 2025, 14:02:09
RW Werneuchen kehrt mit Niederlage aus dem Westerwald zurück

Zeitung:Der Kreisliga-Kurier
Von Siggi Senfklecks

Concord Eagles (1. Liga) – SV Rot-Weiß Werneuchen (7. Liga) 3:0 (1:0)
Zuschauer: 20.501 in der mächtigen Eagles-Arena

Der Westerwald war freundlich, die Arena imposant – das Ergebnis eher nüchtern.
Rot-Weiß Werneuchen trat bei Erstligist Concord Eagles an und bekam eine sehr klare Vorstellung davon, wie viel Platz noch nach oben ist.

--Die Anreise – lang, locker, mit realistischer Erwartung--

Die Fahrt in den Westerwald war lang, aber gut gelaunt.
Im Bus wurde kurz über Taktik gesprochen, dann länger über Getränkeversorgung und irgendwann hauptsächlich darüber, ob das Navi wirklich ernst meint, wie weit das noch ist.
Am Stadion angekommen: große Bühne, laute Fans, Erstligaflair.
Werneuchen mittendrin – ohne falsche Illusionen.

--Erste Halbzeit – Concord macht's erwachsen--

Die Eagles übernahmen direkt die Kontrolle. Mehr Tempo, mehr Genauigkeit, mehr... alles.
31. Minute – 1:0.
Sauber gespielt, souverän abgeschlossen – und verdient.
Die Zahlen lassen wenig Interpretationsraum:
Schüsse: 30 : 25 für Concord
Großchancen: 3 : 2 für Concord
Zweikampfquote: 67% für Concord

Werneuchen hatte Momente, Ansätze, Versuche – Concord hatte Lösungen.

--Pause – kurze Klarheit--

Wenig Drama in der Kabine.
Kein Weltuntergang, sondern nüchterne Erkenntnis:
Hier ist einfach eine Nummer größer unterwegs.

--Zweite Halbzeit – viel Ordnung, wenig Spannung--
52. Minute – 2:0.
Das Spiel bekam endgültig den erwarteten Verlauf.
Werneuchen probierte, rannte, investierte – aber eben auf einem anderen Level.
86. Minute – 3:0.
Der passende Schlussstrich.

Ein Ergebnis, das man nicht schönreden muss, aber auch nicht dramatisieren braucht.


--Kurioses & Lustiges nebenbei --

Ein Werneuchener Ersatzspieler schaute irgendwann auf die Anzeigetafel und meinte trocken:
,,Sieht doch okay aus – hätte schlimmer aussehen können. Zum Beispiel mit zweistellig."

In der 2. Halbzeit rief ein Zuschauer Richtung Werneuchener Bank:
,,Ihr seid sympathisch!"
Wenn das das größte Lob ist, weiß man ungefähr, wie das Spiel läuft.

Der Schiedsrichter erklärte ruhig einem Werneuchener Abwehrspieler, dass ,,Ballnähe" nicht automatisch ,,Ballbesitz" bedeutet. Pädagogisch wertvoll.

--Nach dem Spiel – akzeptiert und abgehakt--

Die Eagles zufrieden.
Werneuchen pragmatisch.
Kein Drama, kein Theater – einfach ehrliche Erkenntnis, dass hier zwei Welten aufeinandertreffen.

--Die Rückfahrt – das wahre Highlight--

Wenn das Spiel nicht feiertauglich ist, macht man eben die Rückfahrt dazu.

Die Strecke nach Hause war lang.
Sehr lang.
Zu lang, um sie nüchtern zu verbringen.

Also passierte Folgendes:

Kühlbox geöffnet – sehr oft.

Musik aufgedreht – sehr laut.

Irgendwann wurde der Bus zur fahrenden Partymeile.


Zwischenzeitlich gab's Karaoke, selbstverständlich komplett textunsicher, dafür lautstark.
Einige sangen ,,Atemlos", andere wollten Malle – am Ende lief beides gleichzeitig.
Der Trainer versuchte kurz seriös zu bleiben... scheiterte aber spätestens beim dritten Refrain ,,Johnny Däpp".

Ein Spieler meinte irgendwann:

,,Heute keinen Sieg geholt,
dafür aber mindestens zehn gute Geschichten."

Gegen Ende der Fahrt war die Stimmung irgendwo zwischen Festival, Klassenfahrt und leicht chaotischer Selbsttherapie.


--Fazit--

Concord Eagles: stark, souverän, klar besser.
SV Rot-Weiß Werneuchen: bemüht, realistisch – und immerhin reisefest.

Sportlich war es eine Lehrstunde in Effektivität.
Atmosphärisch ein Erlebnis.
Und emotional?
 ,,Nichts Historisches –
aber eindeutig ein Tag, den man nicht so schnell vergisst."

(BjSch218 / Do., W10 S96)
#11
Die Herren / [AJFM] Pressemitteilungen
23. Dezember 2025, 22:16:34
Das ,,Freundschaftsderby", das irgendwie weh tat

Zeitung:Der Kreisliga-Kurier
Von Siggi Senfklecks
Anfängerliga Ost – 3. Spieltag
1. FC Waldseite – SV Rot-Weiß Werneuchen 5:0 (1:0)
Zuschauer: 99 – aber stimmungsmäßig mindestens 9.000, denn im Stadion an der Drachenhöhle herrschte wie immer emotionaler Ausnahmezustand. Hexenkessel? Eher Vulkan.

Eigentlich ist es ja ein besonderes Duell.
Geografische Nähe, sportliche Rivalität – und vor allem die Geschichte der beiden Teammanager BjSch218 (Rot-Weiß Werneuchen) und Willi_1FCW (1.FC Waldseite), die sich seit der 2. Klasse kennen.
Seit gemeinsamen Grundschulpausen, hitzigen Anstoss 2 Gold-Nächten und großen Schwüren wie:
,,Eines Tages spielen wir gegeneinander – online, episch, legendär!"

Tja, legendär war es. Für Waldseite.

Nur leider ohne persönliches Managerduell, denn Willi_1FCW war zeitgleich beim Weihnachtssingen an der Alten Försterei bei seinem Herzensverein 1.FC Union Berlin.
Man hörte, sein Gesang traf ungefähr so viele Töne wie Werneuchen an diesem Tag Pässe – also eher wenige.
Und angeblich hatte er so viel Glühwein, dass selbst der VAR gesagt hätte: ,,Das prüfe ich lieber nicht."

--Erste Halbzeit – Hoffen, Bangen... und dann die Karte--

Werneuchen startete mutig – aber der 1.FC Waldseite zeigte sofort, warum sie Titelfavorit sind.

12. Minute – 1:0.
Ein sauberer Angriff, ein präziser Abschluss – Werneuchen schaute noch, Waldseite jubelte schon.

Dann kam der Schockmoment:

16. Minute – Rot für Austermeier.
Notbremse. Der Stürmer wäre durch gewesen, das wusste sogar der Linienrichter von der Currywurstbude aus.
Austermeier ging, entschuldigte sich kurz, und meinte danach trocken:
,,Ich wollte nur verhindern, dass es schlimm wird."
Ergebnis: Es wurde schlimm.
Mit zehn Mann gegen den Favoriten – viel Spaß.

--Halbzeit – Hoffnung mit Restironie--

Werneuchen rettete das 0:1 in die Pause.
Der Trainer lobte Kampf, Wille und die Tatsache, dass niemand weggelaufen ist.

--Zweite Halbzeit – Der Drachenhöhle-Modus--
Pfeife ertönt – und die Heimmannschaft sagt: ,,Gut, jetzt ernsthaft."

46. Minute – 2:0.
Fans drehen auf, Drachenhöhle brennt.

48. Minute – 3:0.
Werneuchen wirkte kurz wie die Figur im Videospiel, deren Controller nicht angeschlossen ist.

65. Minute – 4:0.
73. Minute – 5:0.
Insgesamt: Lehrstunde in Tempo, Technik und ,,so macht man's halt".

Und als man dachte, schlimmer wird's nicht...

77. Minute – Gelb-Rot für Hölzenbein.
War schon vorbelastet. Ging dann duschen. Duschte wahrscheinlich länger als nötig. Vielleicht dachte er: ,,Duschen ist entspannter als dieses Stadion."

--Lustiges & Kurioses nebenbei--

Ein Werneuchener Fan meinte beim 4:0:
,,Wenn wir jetzt noch zwei machen, wird's wieder spannend!"
Optimismus kann man nicht trainieren – den hat man.

Ein Ball landete im Fanblock der Heimmannschaft, kam allerdings mit dem Kommentar zurück:
,,Den braucht ihr heute eh nicht."

Der Trainer wollte in der 60. Minute eine große taktische Ansprache halten, holt den Kapitän ran, schaut tief philosophisch – und sagt dann: ,,Wir spielen jetzt... einfach besser." Kurz, klar, erfolglos.

Der Linienrichter wurde mehrfach angebettelt, doch mal aus Mitleid Abseits zu winken – er tat es nicht. Eiskalter Profi.

Nach dem 5:0 rief ein Waldseite-Fan zu den Werneuchenern: ,,Bleibt stark, Jungs!" Worauf einer antwortete: ,,Wir bleiben... wir haben ja keine Wahl."

Und in der Kabine meinte schließlich jemand mit bemerkenswerter Ehrlichkeit:
,,Gut, dass wir nur 90 Minuten spielen mussten. Verlängerung hätte ich emotional nicht überlebt."

--Nach dem Spiel – Stolz auf Haltung, nicht aufs Ergebnis--

Abpfiff.
Der 1.FC Waldseite zufrieden. Werneuchen ernüchtert – aber fair, freundlich, mit Humor.
Man kennt sich, man respektiert sich, man gönnt sich... na gut, fast.

--Zurück in Werneuchen – Krisensitzung? Nee... Malle-Modus!--

Kaum zurück in Werneuchen, ging's direkt ins Vereinsheim.
Und dann passierte das, was eine wahre Mannschaft ausmacht:

Bier auf den Tisch

Malle-Hits auf Anschlag

Trainer mit feuriger Motivationsrede irgendwo zwischen Klopp, Kabarett und Karaoke


,,Wir stehen nach drei Spieltagen auf Platz 10 – ja.
Aber Leute, wir sind Werneuchen! Wir trinken nicht nur Bier – wir glauben auch noch an uns!"
Spätestens bei ,,Cordula Grün" sang sogar der Zeugwart mit.
Und spätestens beim dritten Kaltgetränk war klar:
Der Umschwung kommt.
Wir werden wieder lachen – und bald auch wieder punkten.

--Fazit--

1.FC Waldseite: Favorit, stark, verdient.
Werneuchen: Kämpfer, Chaoten, aber mit Herz, Humor und Teamgeist.
Es war eine bittere Klatsche.
Aber eine Geschichte, die man erzählt.
Eine Party, die man nicht vergisst.
Und eine Mannschaft, die sich nicht unterkriegen lässt.

Denn diese Saison ist noch lang –
und Werneuchen hat noch einiges vor.

(BjSch218 / So., W9 S96)
#12
Die Herren / [AJFM] Pressemitteilungen
23. Dezember 2025, 11:45:29
RW Werneuche mit deftiger Testspielniederlage im Saarland

Zeitung:Der Kreisliga-Kurier
Von Siggi Senfklecks

Testspiel im Stadion an der Rothmüle,
Bexbach Tigers (2. Liga) – Rot-Weiß Werneuchen (7. Liga) 7:1 (5:0)
Zuschauer: 7.810 – mindestens 500 davon wollten eigentlich ins Freibad und sind aus Versehen im Stadion gelandet.

--Die Anreise – Abenteuer Deutsche Bahn--

Werneuchen reist sonst gern mit dem Mannschaftsbus. Diesmal aber: Zugfahrt ins ferne Saarland.
Los ging's früh morgens, bewaffnet mit Kaffee, Brötchen – und der Hoffnung, dass die Deutsche Bahn gnädig ist. Man lernte schnell: Ist sie nicht.

Ein Spieler verpasste fast den Anschlusszug, weil er noch Pommes holen musste. Der Trainer fragte nach Ruhe in Wagen 3, bekam dafür Applaus von Junggesellenabschied in Wagen 4. Und spätestens, als der Schaffner meinte: ,,Bexbach? Ja, da kommen Sie schon irgendwie hin", war allen klar: Das wird ein langer Tag.

Immerhin: Stimmung top. Bier kalt. Und irgendwo zwischen Leipzig und ,,wo sind wir eigentlich?" sang die Mannschaft erstmals:
,,Wir fahren nach Bexbach – und holen... Erfahrungen!"

--Anpfiff – und Bexbach macht ernst--

Die Bexbach Tigers empfingen Werneuchen im großen Stadion an der Rothmüle – beeindruckende Tribünen, laute Fans, klare Profiatmosphäre. Die Werneuchener Jungs schauten kurz ehrfürchtig... und dann schossen die Tigers los.

2. Minute – 1:0.
Die einen stellten noch ihre Stutzen richtig ein, die anderen spielten Bundesliga-Tempo. Zack, drin.

24., 27., 28. Minute – 2:0, 3:0, 4:0.
Das ging so schnell, dass der Stadionsprecher irgendwann nur noch durchzählte. In der Werneuchener Defensive brannte es lichterloh – Feuerwehr leider nicht im Kader.

41. Minute – 5:0.
Kurz vor der Pause dann noch ein Treffer. Da dachten einige Fans schon: Vielleicht pfeift der Schiri gleich zur Halbzeit... oder zur Gnade.

---Halbzeit – Mut, Humor und Mineralwasser--

Im Kabinengang traf man auf erstaunte Bexbacher Ordner:
,,Ihr seid 7. Liga? Respekt, dass ihr noch lacht."
Klar. Werneuchen nimmt's sportlich. Traineransprache:
,,Jungs, das Gute ist: Wir können nur besser aussehen!"


--Zweite Halbzeit – Wir leben noch!--

Und siehe da:

53. Minute – TOR FÜR WERNEUCHEN! 5:1!
Ein wunderschöner Angriff, ein sauberer Abschluss – und plötzlich hörte man nur noch: ,,Werneuchen! Werneuchen!"
Die Spieler jubelten, als hätten sie gerade den Champions-League-Einzug klargemacht. Ein Tiger-Fan sagte trocken:
,,Jetzt geht's los!" – leider meinte er Bexbach.

64. Minute – 6:1.
89. Minute – 7:1.
Die Tigers drehten zum Schluss noch mal auf, einfach weil sie's können. Werneuchen kämpfte, rannte, grätschte – und hatte trotzdem ungefähr so viele Chancen wie ein Fahrrad in einem Formel1-Rennen.

--Lustiges zwischendurch--

In der 30. Minute rief ein Werneuchener Spieler zum Nebenmann: ,,Deck du die 9!" – Antwort: ,,Welche? Die, die gerade an mir vorbeirennt?"

Ein Bexbacher Fan fragte freundlich: ,,In welcher Liga seid ihr eigentlich?" – ,,Siebte." – ,,Dann seid ihr aber echt mutig!"

Die Stadionkamera fing in der zweiten Halbzeit einen Werneuchener Verteidiger ein, der nach einem Sprint kurz wirkte, als würde er über sein Leben nachdenken.

Der Trainer schrie einmal: ,,Ruhig, Männer!" – worauf der Torwart rief: ,,Ich BIN ruhig, nur der Ball nicht!"

--Nach dem Spiel – Stolz, Selfies, Bier--

Nach Schlusspfiff gabs Applaus. Von beiden Seiten.
Bexbach lobte Werneuchen für Kampfgeist, Werneuchen lobte Bexbach für Fußball aus einer anderen Galaxie.
Dann: Duschen, Hände schütteln, Erinnerungsfotos – und ab zum Bahnhof.
Und nun begann Teil 2 des Abenteuers: Die Heimreise.

-Heimreise – Rückfahrt im Bierreisezug-

Dann begann das zweite Kapitel des Tages: die epische Rückfahrt.
Im Zug herrschte schnell beste Stimmung. Einer verkündete stolz:
,,Leute, wir haben immerhin mehr Tore geschossen als der Schaffner Tickets kontrolliert."
Irgendwann erklang eine Mischung aus Mannschaftsgesang und leicht schiefen Balladen aus dem 90er-Fußball-Hitarchiv.
Im Bordgang traf man Fans, Pendler und einen älteren Herrn, der trocken meinte:
,,7:1? Kopf hoch, Jungs. Hauptsache ihr habt Spaß."

--Fazit--

Bexbach Tigers: sportliche Übermacht.
Rot-Weiß Werneuchen: ehrliche Arbeiter, mit Humor, Herz – und jetzt einer legendären Auswärtsstory im Gepäck.
Fußballerisch war es eine Lehrstunde.
Emotional? Ein Erlebnis, das keiner so schnell vergisst.
Und die wichtigste Erkenntnis:
Man kann neunzig Minuten verlieren
– und den Tag trotzdem gewinnen.

(BjSch218 / Mi., W9 S96)
#13
Die Herren / [AJFM] Pressemitteilungen
23. Dezember 2025, 06:45:54
Rot-Weiß Werneuchen strauchelt beim Heimauftakt

Zeitung:Der Kreisliga Kurier
Von Siggi Senfklecks

Anfängerliga Ost – 2. Spieltag
SV Rot-Weiß Werneuchen – Neugersdorf 1:1 (0:0)
Heimauftakt in Werneuchen. Die Sonne brennt, der Rasen glänzt, die Würstchen riechen herrlich – und eigentlich ist alles vorbereitet für den klaren Heimsieg. Immerhin ging man als Favorit in dieses Spiel. Betonung auf ,,eigentlich" ...

Vor dem Spiel

Schon vorm Anpfiff war gute Stimmung – wenn auch leicht chaotisch. Der Stadionsprecher kam etwas ins Schleudern und verwechselte Neugersdorf kurz mit 1.FC Waldseite. ,,Passiert halt, wenn man zu viele Top-Teams im Kopf hat", grinste er – und alle lachten. Noch.

Beim Aufwärmen zeigte Werneuchen erst mal, wie gut man mit Bällen umgehen kann... solange keiner auf's Tor muss. Ein Ball fliegt zum Bierstand, der nächste Richtung Trommel – das Publikum nimmt's mit Humor. Vielleicht hätte man die Präzision besser für später aufgehoben.

Erste Halbzeit

Werneuchen begann engagiert, aber ein bisschen so, als hätte jemand die Favoritenrolle nur halb geliefert: Druck da, Chancen da – Abschlussqualität irgendwo zwischen ,,Och schade" und ,,Warum... einfach warum?!"

Neugersdorf dagegen frech, bissig und mit der Einstellung: ,,Wenn wir schon wieder einem Favoriten Punkte klauen, dann bitte richtig!" Einmal wurde's richtig turbulent, als ein Neugersdorfer im Strafraum spektakulär ohne Gegnerkontakt einfiel – Herzstillstand in Werneuchen. Kein Elfmeter. Applaus. Kurzes Durchatmen. Dann wieder: Chancen vergeigen.

Zweite Halbzeit

Dann die kalte Dusche: Neugersdorf nutzt Unaufmerksamkeit, Zack – 0:1. Und plötzlich lag über Werneuchen dieses kollektive Gefühl von ,,Das kann doch jetzt nicht euer Ernst sein ... Heimauftakt! Favorit! Punkte holen war der Plan!"

Aber immerhin: Die Mannschaft bewies Moral. Eine Flanke – irgendwo zwischen intendiert und himmlische Eingebung – segelt perfekt in den Strafraum. Unser Stürmer steigt hoch, hält den Kopf rein – Tor! 1:1! Jubel, Erleichterung, kurze Euphorie.
Und dann setzte das Denken ein: ,,Moment... wir wollten hier doch eigentlich gewinnen."

Die Schlussphase? Ein wilder Mix aus Hoffen, Zittern und verzweifeltem ,,Komm schon, EIN Ding noch!" Doch das Ding kam nicht. Statt Jubelgefühl blieb ein etwas genervtes Schulterzucken. Ein Punkt, ja – aber irgendwie fühlt er sich an wie eine halbe Niederlage.

Nach dem Spiel

Die Fans klatschten trotzdem, aber man merkte: ein bisschen Frust schwang mit. Ein Spieler verhedderte sich noch im Fangzaun – Symbolbild der Partie. Kampf? Da. Wille? Da. Konsequenz? Bitte im nächstem Training suchen.

Ausblick

Feiern? Nur kurz.
Denn es wird ernst:

Unter der Woche wartet ein echter Härtetest:
Testspiel auswärts bei den Bexberg Tigers (2. Liga) – da wird man sehen, ob die Mannschaft lernen kann, Chancen zu nutzen... oder ob wieder der Bierstand das meiste Ballkontakt-Glück hat.

Und dann kommt das richtige Brett:
Auswärts beim Ligafavoriten 1. FC Waldseite, im legendären Stadion an der Drachenhöhle. Stimmung: Hexenkessel. Laut. Unangenehm. Da brauchst du mehr als Moral – da brauchst du Nerven aus Stahl, saubere Abschlüsse und vielleicht ein kleines Fußballwunder.

Denn klar ist: Werneuchen kann mehr. Und langsam wird's Zeit, es auch zu zeigen.

(BjSch218 / Di., W9 S96)
#14
Organisatorisches / Aw: [AJFM] Wappen
22. Dezember 2025, 18:37:48
Zitat von: dAb am 22. Dezember 2025, 17:54:54Und das war auch nicht ganz in der Mitte...


Vielen Dank für deine Hilfe. Ich weiß es sehr zu schätzen wieviel Arbeit,Zeit und Leidenschaft ihr hierfür investiert.
#15
Organisatorisches / Aw: [AJFM] Wappen
22. Dezember 2025, 13:35:29
OK vielen Dank für die schnelle Rückmeldung. Nach akribischen Ausbesserungsversuchen nun ein neuer Anlauf.
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