Des einen Freud' des anderen ... Partynacht!
Was sich am 33. Spieltag im Stadion der Roten Bullen abspielte, war weniger ein Fußballspiel als vielmehr die perfekte Zusammenfassung der Saison des 3. FC Storchenaue Sollschwitz.
Dabei begann alles überraschend vielversprechend. Nach nur zwei Minuten brachte Haspa die Gäste sogar mit 1:0 in Führung. Für einen kurzen Augenblick keimte die Hoffnung auf, Sollschwitz könne dem Aufstiegsaspiranten tatsächlich ein Bein stellen. Doch wie so oft in dieser Spielzeit hielt die Hoffnung ungefähr so lange wie ein Eisbecher in der Sommersonne.
Die Roten Bullen drehten auf, Sollschwitz drehte sich im Kreis. Am Ende stand ein deutliches 1:7, das den Gastgebern den Aufstieg und den Gästen einen weiteren Eintrag in die Kategorie ,,Schießbude der Liga" bescherte.
Wer die Sollschwitzer Saison verfolgt hat, den konnte dieses Ergebnis jedoch kaum überraschen. Die Mannschaft bestand in weiten Teilen aus zwei Gruppen: Spielern, die zu jung waren, um zu wissen, was sie tun, und Spielern, die alt genug waren, um genau zu wissen, warum sie es lieber nicht mehr tun sollten. Erfahrung fehlte den einen, Fitness den anderen. Zusammen ergab das selten eine schlagkräftige Mischung.
Gegen direkte Konkurrenten wurden regelmäßig wichtige Punkte liegen gelassen. Gegen die Spitzenteams setzte es dagegen häufig herbe Niederlagen. Gleichzeitig entwickelte die Offensive eine bemerkenswerte Treffsicherheit, allerdings ausschließlich beim Verfehlen des gegnerischen Tores.
Nach dem Schlusspfiff bot sich dann das vielleicht erstaunlichste Bild des Abends. Während die Roten Bullen ihren Aufstieg feierten, schienen zahlreiche Sollschwitzer Spieler deutlich mehr Interesse an den Feierlichkeiten als an ihrem eigenen Abstieg zu haben. Einige jubelten sogar so ausgelassen mit, dass man meinen konnte, sie hätten selbst den Sprung ins Oberhaus geschafft.
Mehrere Akteure verpassten schließlich auch noch den Mannschaftsbus und sollen gemeinsam mit den Anhängern der Roten Bullen bis tief in die Nacht gefeiert haben. Inoffizielle Quellen sprechen von einer "Aufarbeitung der Saison", die erst beim Sonnenaufgang beendet wurde.
Der überraschend deutliche, jedoch absolut nutzlose (weil man bereits abgestiegen war) Heimsieg gegen den ebenbürtigen Saargenhaft CF kann derweil nur als Randnotiz dienen.
Für Sollschwitz geht es nun erneut in die 3. Liga. Und nach diesem denkwürdigen Saisonabschluss würde es niemanden wundern, wenn bis zum Neustart nicht nur die Liga, sondern auch einige Verantwortlichkeiten wechseln. Hinter den Kulissen ist bereits zu hören, dass in Sollschwitz demnächst der eine oder andere Kopf rollen könnte.
Für den ,,Bolzer" vor Ort: Kurt Mikrofonski
(Prinz Olli / Sa., W43 S100)
Was sich am 33. Spieltag im Stadion der Roten Bullen abspielte, war weniger ein Fußballspiel als vielmehr die perfekte Zusammenfassung der Saison des 3. FC Storchenaue Sollschwitz.
Dabei begann alles überraschend vielversprechend. Nach nur zwei Minuten brachte Haspa die Gäste sogar mit 1:0 in Führung. Für einen kurzen Augenblick keimte die Hoffnung auf, Sollschwitz könne dem Aufstiegsaspiranten tatsächlich ein Bein stellen. Doch wie so oft in dieser Spielzeit hielt die Hoffnung ungefähr so lange wie ein Eisbecher in der Sommersonne.
Die Roten Bullen drehten auf, Sollschwitz drehte sich im Kreis. Am Ende stand ein deutliches 1:7, das den Gastgebern den Aufstieg und den Gästen einen weiteren Eintrag in die Kategorie ,,Schießbude der Liga" bescherte.
Wer die Sollschwitzer Saison verfolgt hat, den konnte dieses Ergebnis jedoch kaum überraschen. Die Mannschaft bestand in weiten Teilen aus zwei Gruppen: Spielern, die zu jung waren, um zu wissen, was sie tun, und Spielern, die alt genug waren, um genau zu wissen, warum sie es lieber nicht mehr tun sollten. Erfahrung fehlte den einen, Fitness den anderen. Zusammen ergab das selten eine schlagkräftige Mischung.
Gegen direkte Konkurrenten wurden regelmäßig wichtige Punkte liegen gelassen. Gegen die Spitzenteams setzte es dagegen häufig herbe Niederlagen. Gleichzeitig entwickelte die Offensive eine bemerkenswerte Treffsicherheit, allerdings ausschließlich beim Verfehlen des gegnerischen Tores.
Nach dem Schlusspfiff bot sich dann das vielleicht erstaunlichste Bild des Abends. Während die Roten Bullen ihren Aufstieg feierten, schienen zahlreiche Sollschwitzer Spieler deutlich mehr Interesse an den Feierlichkeiten als an ihrem eigenen Abstieg zu haben. Einige jubelten sogar so ausgelassen mit, dass man meinen konnte, sie hätten selbst den Sprung ins Oberhaus geschafft.
Mehrere Akteure verpassten schließlich auch noch den Mannschaftsbus und sollen gemeinsam mit den Anhängern der Roten Bullen bis tief in die Nacht gefeiert haben. Inoffizielle Quellen sprechen von einer "Aufarbeitung der Saison", die erst beim Sonnenaufgang beendet wurde.
Der überraschend deutliche, jedoch absolut nutzlose (weil man bereits abgestiegen war) Heimsieg gegen den ebenbürtigen Saargenhaft CF kann derweil nur als Randnotiz dienen.
Für Sollschwitz geht es nun erneut in die 3. Liga. Und nach diesem denkwürdigen Saisonabschluss würde es niemanden wundern, wenn bis zum Neustart nicht nur die Liga, sondern auch einige Verantwortlichkeiten wechseln. Hinter den Kulissen ist bereits zu hören, dass in Sollschwitz demnächst der eine oder andere Kopf rollen könnte.
Für den ,,Bolzer" vor Ort: Kurt Mikrofonski
(Prinz Olli / Sa., W43 S100)
