AutorThema: Wahlen  (Gelesen 85034 mal)

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Online Sunlion79

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Re: Wahlen
« Antwort #45 am 10. Oktober 2012, 10:45:05 »
Um die Uhrzeit schon Bier trinken? :panik:

Das ist aber nicht normal. :D
"Als ich gesehen habe, wie die Schalker den Derbysieg gestern gefeiert haben, wusste ich, warum sie erst 30 Punkte haben. Sie hätten zu den Fans gehen sollen, sich bedanken für die Unterstüzung und gleichzeitig für den Mist entschuldigen, den sie 30 Spieltage gespielt haben." (D. Hamann)

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Re: Wahlen
« Antwort #46 am 10. Oktober 2012, 11:07:09 »
Die Piraten haben einfach von dem plötzlichen Hype gelebt. Außer ein paar Jungwähler nimmt die doch eh keiner mehr ernst und wird sie auch nicht wählen. 5% erreichen sie sicherlich nicht.
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Re: Wahlen
« Antwort #47 am 10. Oktober 2012, 13:22:31 »
Es ist doch alles scheiße und wer geglaubt hat, dass die Piraten alles/vieles besser/anders machen würden, der war naiv (Sorry, hedop war zu nett, ich brauche nun dringend einen neuen Frustkanal). Das g9ing doch in Berlin schon nach zwei Wochen los, dass auf einmal Sitzungen teilweise geheim waren, als es um die Fleischtöpfe und Aufsichtsratposten ging.

Ich war 15 Jahre lang politisch aktiv, war akiv in der politischen Jugendbildung, habe Politik studiert (das dereinst als "Demokratiewissenschaften" von den Amis eingesetzt wurde, damit wir Nazis Demokratie schätzen lernen) und nun weiß ich nicht, wen ich - ja sogar ob ich - nächstes Jahr wählen soll.

- Peer ist ein Narzist, soweit so gut, jedoch vertritt er sicher keine sozialdemokratische Politik - und würde sich kein bisschen ans Programm halten, egal, was mein rein schreibst. Was Schröder angefangen hat, führt er zu Ende, den Untergang der SPD - und kommt mir nicht mit Öffnung zur Mitte, du kannst nicht auf FDP machen und denken, dass deine Stammwähler mitziehen, das ging schon oft genug schief.
- Die Grünen verfangen sich in Latte Schnöselkaffee und in "schön, dass wir darüber geredet haben, mein inneres Chakra ist nun wieder in Harmonie zu den Schwingen des Baumes von quer gegenüber".
- die Piraten sind fürchterliche N00bs, um in ihrer Sprache zu bleiben, den kann man nicht wirklich ein Land anvertrauen.
- die Linke ist nicht politikfähig, das hat ja selbst Gysie eingesehen. Zwischen sicher einigen guten Ideen springen einfach zu viele Kasper herum.
- die FPD ist das RB der deutschen Politik.
- Merkiavelli, wie sie gestern im Spiegel genannt wurde, ist außerhalb jeder Diskussion.

öhm habe ich jemanden noch nicht ausreichend beleidigt?

Im Ernst, ich mag zynisch sein, aber für mich mit meiner Biographie ist es wirklich schwer, diese Entwicklungen zu verfolgen. ich habe 3 von 4 Wochenenden auf Parteitagen, -schulungen verbracht. War Bundesdelegierter... und heute möchte ich nicht mal mehr Nachrichten schauen, weil diese ohnehin nie die - in meinen Augen - wesentlichen Probleme beleuchten.

Ich geh jetzt mit nem Kumpel ein Bierchen trinken, seid mich erstmal los - freu mich schon auf eure Versuche, mir zu erklären, wie dufte sie doch in Wirklichkeit sind  :peitsch:
Bin da absolut auf deiner Seite. :D :bier:


http://www.heise.de/tp/artikel/37/37767/1.html
Somit auch nicht mehr wählbar.
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Offline dAb

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Re: Wahlen
« Antwort #48 am 10. Oktober 2012, 13:35:01 »
Wenn man gegen alle ist... Was müsste denn eine Partei oder den Kanzlerkandidaten ausmachen um die/sen zu wählen?
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Re: Wahlen
« Antwort #49 am 10. Oktober 2012, 16:37:51 »
Ich halte das für ein strukturelles Problem der modernen Parteien.
Eigentlich haben schon Michel und Weber darauf hingewiesen, dass Parteien ihre eigentliche demokratische Legitimation verlieren. Sie waren mal dazu da, Komplexität in Staaten zu reduzieren und diese zu kanalisieren. Jetzt sind sie ganz positivistisch einfach da und haben vergessen, dass sie lediglich als Kanal zur Interessenbündelung dienen sollen. Stattdessen meinen sie, schlicht gewinnen zu müssen, durch Wählerstimmen und eine dubiose "Macht", die erlangt werden kann. Das ist fern jedes demokratischen Grundverständnisses und sorgt dafür, dass sich mehr oder weniger keiner mehr für Parteien interessiert. Außer diejenigen, die sie als Karriereinstitutionen sehen, wodurch sich mehr oder weniger stabile Oligarchien ausbilden, die medial so konstituiert und verifiziert werden.

Ergo, wäre eine neue Grundordnung ganz nett. Syndikalismus hatten wir noch nicht, das wäre doch mal spannend :D
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Re: Wahlen
« Antwort #50 am 10. Oktober 2012, 16:41:19 »
Ich wähle Horatio! :deutschland:
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Re: Wahlen
« Antwort #51 am 10. Oktober 2012, 16:43:32 »
Dann bin ich endlich an der Macht  :bang:
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Re: Wahlen
« Antwort #52 am 10. Oktober 2012, 16:45:58 »
Vorher demonstriere ich nochmal meine Macht und lösche diesen Thread  :evil2:

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Re: Wahlen
« Antwort #53 am 10. Oktober 2012, 16:46:40 »
Dann bin ich endlich an der Macht  :bang:

Jawohl, mein Führer. :D
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Re: Wahlen
« Antwort #54 am 10. Oktober 2012, 16:58:10 »
Spaß :bier: Ich deaktiviere nur Horatio  :effe:
Wieso mich? Deaktiviere Sunny, der ist so verrückt und würde mich wählen :D
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Offline Sidd

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Re: Wahlen
« Antwort #55 am 10. Oktober 2012, 18:37:29 »
Horatio gefällt mir immer besser  :bier:

Genau so ist nämlich auch IMHO, früher hatten sich Parteien an sog. Cleavages entlang aufgerichtet, also klaren Trennlinien zwischen Gruppen: Arbeit vs Kapital, Katholisch vs. Protestantisch, Land vs. Stadt usw.

All dies ist weg, Parteien sind heute Allerweltsparteien, den vielbeschworenen Markenkern tragen Parteien nur noch im Namen, oder ist die CDU noch christlich? die SPD noch sozialistisch (was ja noch immer im Programm steht)?
Parteien sind nur noch Transmissionsriemen, nein nicht von dem Bürgerwillen in die Parlamente, wie es die Theorie beschreibt, nein sie sind nur noch Karriereinstrumente... man muss sich einfach nur hochdienen, paar Jahre Ortsverein, paar Jahre Stadtrat usw. Quereinsteiger haben es schwer und wer glaubt denn noch, dasss Listen nach Qualifikationen erstellt werden? Wer kungeln kann gewinnt, nicht wer eine klare Haltung hat. Ein Ströbele wäre ohne Direktmandat auch nicht mehr im Bundestag für mich ist er einer der letzten Politiker, zu denen ich Vertrauen habe.

Eben deswegen und weil ich horatios Ansatz noch wenig Chancen einräume, kann ich mich nur schwer für einen Ausweg begeistern.

Zudem man auch etwas nicht vergessen darf, was die Wissenschaft als "Postdemokratie" bezeichnet. Also die Übertragung von Kompetenzen, von "Macht" an überstaatliche Akteure, Banken, Unternehmen usw. Diese sind überhaupt gar keiner demokratischen Kontrolle unterworfen.
Und auch keiner medialen, da die Hauptmedien finanziell von denen abhängen.
Disclaimer: Dies war ein humoristischer Beitrag voller Ironie und Zynismus. Ich hafte für keine hierdurch erzeugten Herzinfarkte.

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Re: Wahlen
« Antwort #56 am 11. Oktober 2012, 08:35:49 (Letzte Änderung am 11. Oktober 2012, 08:39:58) »
Ich halte das für ein strukturelles Problem der modernen Parteien.
Eigentlich haben schon Michel und Weber darauf hingewiesen, dass Parteien ihre eigentliche demokratische Legitimation verlieren. Sie waren mal dazu da, Komplexität in Staaten zu reduzieren und diese zu kanalisieren. Jetzt sind sie ganz positivistisch einfach da und haben vergessen, dass sie lediglich als Kanal zur Interessenbündelung dienen sollen. Stattdessen meinen sie, schlicht gewinnen zu müssen, durch Wählerstimmen und eine dubiose "Macht", die erlangt werden kann. Das ist fern jedes demokratischen Grundverständnisses und sorgt dafür, dass sich mehr oder weniger keiner mehr für Parteien interessiert. Außer diejenigen, die sie als Karriereinstitutionen sehen, wodurch sich mehr oder weniger stabile Oligarchien ausbilden, die medial so konstituiert und verifiziert werden.

Was soll man denn machen? Wahlkampf verbieten?

Aber es ist doch logisch, dass wenn es eine Wahl gibt, jemand auch gewinnen möchte.

Wie soll es denn sonst ablaufen?

Edit: Aber komme nicht mit Sidds Antwort. Weil das führt nämlich letztendlich auch wieder zu unserem Problem.
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Re: Wahlen
« Antwort #57 am 11. Oktober 2012, 08:43:46 »
Eben deswegen und weil ich horatios Ansatz noch wenig Chancen einräume, kann ich mich nur schwer für einen Ausweg begeistern.

Und warum dann keine kleine Partei wählen, die sich noch versucht für das einzusetzen, wofür sie steht?
Das was du willst, gibt es schon noch, nur eben nicht mehr so stark bei den großen Parteien.

Aber daran sind ja nicht nur die Parteien schuld, die Gesellschaft allgemein hat sich auch verändert. So wie früher ist es nun mal auch nicht mehr, dass die Leute eben rechts oder links orientiert sind.
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Offline Sidd

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Re: Wahlen
« Antwort #58 am 11. Oktober 2012, 10:12:16 »
Wenn es eine kleine Partei gäbe, die so sein würde, hättest du Recht dAb, aber mir fehlt so eine schlicht. Und wie ich ja auch schon leicht angekratzt habe, ist doch auch die Frage, was überhaupt noch politisch gestaltbar ist. Aber gut diese Debatte wäre noch pessimistischer.

Und ich habe auch nicht von Schuld gesprochen, solch biblische Dimensionen sind mir vollkommen fremd. Natürlich sind die Parteien Spiegelbild einer Gesellschaft, einer Gesellschaft, der einfach ein Wachauf-Erlebnis fehlt, andere Zeiten hatten Kriege, 1968, die Wende - heute haben wir eine von Soma (Glotze, Bild) gesättigte hedonistische Masse, die sich an der Nase herumführen lässt.

Die CDU fährt seit Jahren eine negative Mobilisierung, zielen also nicht auf möglichst viele Stimmen, sondern auf eine möglichst niedrige Wahlbeteiligung, in dem sie keine Angriffspunkte lässt und hofft, dass die SPD Wähler zu Hause bleiben. Und ob ein Peer die Massen mobilisieren kann, weiß ich nicht - viel schlimmer aber, dass wenn er sie mobilisieren würde, er sie dann genauso enttäuschen würde wie einst Gerhard Schröder.

Und man muss ja nicht gleich Wahlen verbieten, um diesen Ausufernden Karrierismus in die Schranken zu weisen! Schaut euch doch auf, wie die Parteien ihr Personal aufstellen. In anderen Ländern haben die Wähle (wie bei uns in den Kommunen) 5 Stimmen und können diese frei verteilen und dann wählt man dann eben nicht die ewig gleichen Lehrer und Juristen, die das politische Handwerkszeug (aka Kungeln) beherrschen, sondern mal einen Tibetologen xD

Sicher nur ein Anfang, aber solche Elemente sind denkbar. Aber wir sehen ja schon, wie die Grünen medial angegriffen und lächerlich gemacht werden, weil sie die Spitzenkandidatur den Mitgliedern offen lassen. Wenn aber Parteien im Hinterzimmer Listen erstellen (denn diese werden ja von den Mitgliedern nur abgesegnet, die Vorstände, teilweise die Präsidien allein), dann fehlt der Aufschrei. Übrigens in den Parteien selbst ja auch. Da sind einige schon zufrieden, wenn sie beim Ja ihr Kärtchen hochhalten können.
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Re: Wahlen
« Antwort #59 am 11. Oktober 2012, 10:28:37 »
Wenn es eine kleine Partei gäbe, die so sein würde, hättest du Recht dAb, aber mir fehlt so eine schlicht. Und wie ich ja auch schon leicht angekratzt habe, ist doch auch die Frage, was überhaupt noch politisch gestaltbar ist. Aber gut diese Debatte wäre noch pessimistischer.

Wir haben uns nun mal soweit weiterentwickelt, dass die Politik keinen großen Spielraum mehr hat. Das System läuft, die Politik kann nur noch versuchen zu korrigieren, als andere würde so tiefe Wunden nach sich ziehen, dass das eben nicht mehr hinnehmbar ist.

Aber auf der anderen Seite ist die Gesellschaft zum Teil auch selbst schuld. Hat man denn mal eine andere Meinung, vorallem wenn sie krass in eine Richtung geht, dann ist es erst recht nicht mehr vertretbar für die meisten Leute und man steht selbst deswegen noch im Abseits.

Nicht ohne Grund haben wir an der Spitze doch nur noch Leute, die ja sagen und sich unterwerfen. Keiner, der wirklich mal etwas bewirken oder anfassen will.

Zitat
Und ich habe auch nicht von Schuld gesprochen, solch biblische Dimensionen sind mir vollkommen fremd. Natürlich sind die Parteien Spiegelbild einer Gesellschaft, einer Gesellschaft, der einfach ein Wachauf-Erlebnis fehlt, andere Zeiten hatten Kriege, 1968, die Wende - heute haben wir eine von Soma (Glotze, Bild) gesättigte hedonistische Masse, die sich an der Nase herumführen lässt.

Naja, Fukushima hätte aber auch sowas zum Beispiel werden können. Nur hat die Regierung eben ihre Meinung zu dem geändert, für das sie ja eigentlich nicht steht. Aber das passt ja auch zu deinem nächsten Satz.

Zitat
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