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WM-Spieltagsthread

Begonnen von dAb, 11. Juni 2026, 09:08:13

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spike-30

Das ist leider wahr, es gibt einfach viel zu viele die immer noch bereit sind die horrenden Eintrittspreise und die überhöhten Pay-TV Gebühren zu bezahlen, ganz abgesehen von den maßlos überzogenen Preisen im Stadion oder für Merchandising. Auch was die Amerikanisierung des Fußballs betrifft mit den Trinkpausen die das Spiel in Viertel teilen wurde sich nur kurz aufgeregt aber keiner unternimmt was dagegen.

Schließlich profitieren doch alle außer den Zuschauern von immer weiter steigenden Einnahmen. Da wird wahrscheinlich die Entwicklung dieses Jahr noch weiter getrieben und wir werden wohl bald eine WM mit 100 Nationen erleben, zumal die WM ja auch in absehbarer Zeit alle 2 Jahre stattfinden wird, da das ja noch mehr Einnahmen für die Fifa bedeutet.
AJFM
Bexbach Tigers, Liga 2 (S93)
Meister: S67(Liga 6); S69(Liga 5); S71_S83_S86(Liga 4)
Verbandspokalsieger West: S69; S70; S71; S83; S89
Amateurmeister: S71; S89

Corns

#121
Zitat von: dAb am Gestern um 08:41:31Aber scheinbar wird es angenommen, sonst würde man es ja nicht machen und immer ausweiten wollen.

Dass es angenommen wird, stimmt nur bedingt, finde ich. Erste Anzeichen für eine Überfrachtung und Sättigung gibt es ja durchaus schon. Zumindest in den klassischen Fußballnationen, wenn man sich die WM-bezogenen Umfragen in Deutschland und anderswo so anschaut. Da wird die Überkommerzialisierung durchaus gesehen und problematisiert.

Jede Ausdehnung birgt die Gefahr der Überdehnung. Ich teile Deine Meinung, dass der globale Kipppunkt noch nicht erreicht ist. Dennoch könnte ich mir vorstellen, dass er auch nicht mehr ewig weit weg ist.

Ökonomisch verstehe ich es auch nicht ganz. Denn mit jeder Ausdehnung verwässert das Produkt. Wertvoll sind in der Ökonomie die Dinge, die rar sind. Wenn die WM-Teilnahme (weil zu viele Teams) und die Events an sich (weil beliebig und völlig skurril, weil alle 2 Jahre oder weil zu viele fast gleichwertige Wettbewerbe wie CL, Klub-WM, EM, etc.) nichts besonderes mehr sind , dann hat man nicht nur das Problem der Sättigung, sondern auch das Problem eines grundsätzlich immer uninteressanteren Produkts.

Da bilden das langfristige Interesse der FIFA an einer Aufwertung der Marke WM und das kurzfristiges Interesse der maximalen Mitnahme von finanziellen Gewinnmöglichkeiten ein Spannungsfeld, das meiner Meinung nach viel zu kurzfristig gedacht wird. Langfristig müsste man das Turnier noch exklusiver machen, nicht immer weiter ausdehnen.

Toto-77

Ich glaube, in Bezug auf den Rhythmus, ob 2- oder 4-jährig, hast Du Recht.
Das würde das Produkt in gewisser Weise beliebig machen und die Besonderheit raus nehmen.

Gespalten bin ich bei der Erweiterung.
Persönlich finde ich das auch Quatsch, jetzt bereits über 64 teilnehmenden Nationen zu reden.
Aber die Erhöhung auf 48, die ich auch vorab als pure Kapitalisierung gesehen habe, hat auch gute Seiten.
Kleine Nationen haben nun eine realistische Chance, sich zu qualifizieren. Das wird in den jeweiligen Staaten groß gefeiert und für die Menschen dort freue ich mich. Das sind auch schöne Bilder, die einfach Spaß machen, wenn man die Leute z.B. in Curacao, Kap Verde oder Usbekistan feiern sieht.

Unerträglich sind die Veränderungen in der Statik des Spiels durch etwa die Trinkpausen.
Da bekommen die Trainer plötzlich nochmal eine Möglichkeit, Einfluss zu nehmen, wie es sie vorher nicht gegeben hat.
Damit einhergehend ist dann auch die zusätzliche Kommerzialisierung. Fehlt nur noch, dass Freistöße präsentiert werden von Freenet und Eckbälle von Eckes Edelkirsch.

Und natürlich die Politisierung der WM, die zwar immer abgestritten wird, aber natürlich da ist.
Da sollte man sich einen freiheitlichen, demokratischen, sportlich fairen Kodex geben und danach handeln.
Und nicht dem US Präsidenten in den A*sch kriechen, wo immer es opportun ist.

Corns

Ich glaube, bei den Trinkpausen, bei der Aktion mit der portugiesischen und noch heftiger der amerikanischen Roten Karte, gibt es von 99,9 % der Fußballfans Zustimmung.

Florian Rauh

Kurze Empörung und nach paar Tagen interessiert es wieder keinen, wie immer halt. Einen Boykott werden wir nicht erleben, alle spielen das Spiel schön mit...

köpper

Eben und am Ende ist Infantino wieder derjenige der eigene Interessen durch bringt, weil es der "Allgemeinheit" gut kommt.
Wer hat denn überhaupt einen Vorteil davon wenn die ganzen Zwergenstaaten bei der WM starten? Haben die eine reelle Chance 6-7 Spiele am Stück zu gewinnen? Ist das nicht gerade, diese Ausrichtung auf immer mehr Teilnehmer, ein Weg es bestimmten Nationen immer wieder einfach zu machen sich durch das Turnier zu hangeln, ohne Aufwand? :duckundweg: